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Das Problem der Überlastung von Online-Shops

Vor 2 jahren 0

Die „Einhorn-Edition“ von Ritter Sport sollte eine groß angelegte Marketing-Aktion werden. Stattdessen führte sie zu einer unerwarteten Überlastung des Online Shops von Ritter Sport, der den Server zum Erliegen brachte und bei Kunden für Unmut sorgte. Das Problem der Überlastung von Online Shops zu bestimmten Zeiten gehört zu den Themen, die Besitzer eines Online Shops kennen und für das sie Lösungen bereithalten sollten. Welche das sind – lesen Sie mehr.

 

Rückblick zu Trackingcodes

Einen Online Shop zu betreiben, ist wie jede selbstständige Tätigkeit, nicht immer einfach. Deshalb hat es sich unser Steuerbüro zur Aufgabe gemacht, Sie in allen Bereichen der Selbstständigkeit zu beraten und unterstützen. Im Bereich des eCommerce ist es neben einer strukturierten und vorausschauenden Planung insbesondere wichtig, die Tätigkeiten Ihrer Kunden wahrzunehmen und zu verstehen. Wie das geht und welchen Mehrwert Sie durch die Rekonstruktion der Costumer Journey erzielen können, erklären wir in unserem Blogbeitrag „Warum Tracking Codes Ihre Kundenzufriedenheit verbessern“.

 

Online-Shop-Besitzer aufgepasst: Das kann auch Ihnen passieren

Hintergrund dieser Geschichte ist, dass Ritter Sport mit einer limitierten Sonderedition „Einhorn“ dem Wunsch er Zielgruppe „Einhorn-Fans“ nachgekommen ist. Der erste Verkaufstag war am 1. November, der den Webserver von Ritter Sport zum Erliegen brachte. Niemand hatte mit diesem immensen Ansturm auf den Online Shop gerechnet. Auch der zweite Verkaufsstart am darauf folgenden 14. November ließ den Server des Unternehmens sinnbildlich abstürzen. Bestellungen konnten nicht vorgenommen und der Bestellvorgang trotz gefüllter Warenkörbe nicht restlos abgewickelt werden. Dementsprechend groß war der Unmut der Fangemeinde, die entnervt und zeitnah die Plattform wieder verließen.

 

Wie viel Traffic verkraftet ein Online Shop?

Da stellt sich zwangsläufig die Frage, wie viel Traffic ein Online Shop vertragen kann, um einen größeren Ansturm von Online-Kunden zu verkraften und reibungslos abzuwickeln. Sinn und Zweck von Marketing-Aktionen, Marketing-Kampagnen und von Rabattaktionen ist ja gerade, möglichst viele Besucher auf eine Website zu ziehen und sie zum Kauf eines Produktes oder zu anderen Aktionen zu motivieren. Der Umsatz kann jedoch nur dann angekurbelt werden, wenn der Server dem Ansturm von Besuchern gewachsen ist und der Online Shop reibungslos und störungsfrei funktioniert. Stattdessen ist die Last der sogenannten Traffic-Peaks, auch Spitzenbelastung genannt, so groß, dass die Server sie nicht schnell genug verarbeiten können. Das bedeutet, dass sich die Ladezeiten verlangsamen und die Website schlimmstenfalls nicht mehr verfügbar ist.

 

Das sollten Besitzer eines Online Shops wissen

Bricht der Server zusammen und ist Nutzern der Zugang zur Website verwehrt, ist die Masse der Nutzer bereits nach 2,8 Sekunden wieder weg. Das bedeutet, dass das Gros der Nutzer die Seite wieder schließt, ohne das Produkt oder die Preise überhaupt gesehen zu haben. Es zählt also jede Sekunde. Ansonsten kehren sich große Aktionen, die zu Umsatzsteigerungen führen sollen, ins Gegenteil und bedingen massive Umsatzeinbußen.

 

DAS PROBLEM: Die Kapazitäten der meisten Online-Shops sind auf eine begrenzte Anzahl von sogenannten HTTP Requests ausgerichtet, die dem normalen Traffic-Verhalten standhalten. Bei großen Aktionen vervielfältigen sich die HTTP Requests und treffen auf einen unvorbereiteten und überforderten Server. Die Anforderung eines Browsers zum Laden der Website selbst und jeder einzelnen Komponente wird als HTTP Request bezeichnet. Je mehr HTTP Requests durch die Vielzahl der Nutzer ausgeführt werden, umso länger dauert die Ladezeit einer Website.

 

Das können Besitzer eines Online Shops tun

Bei einer unerwarteten Höchstlast muss der Server so schnell wie möglich von großen Lastteilen befreit werden. Deshalb sind vorbeugende Maßnahmen wichtig und entscheidend. Mehr Hardware, also mehr Maschinen beim Hoster, bieten eine höhere Kapazität für die Verarbeitung von Anfragen, was eine Frage des zur Verfügung stehenden Budgets ist. Eine schnelle Entlastung bietet das sogenannte Caching. Dabei werden bestimmte Inhalte zwischengespeichert, zum Beispiel Bilder, Logos und statische Inhalte. Enthalten Ihre Website und Ihr Online Shop viele Bilder, ist es sinnvoll, die Website über ein Content Delivery Network ausliefern zu lassen. Dieses CDN reduziert die Serverlast, indem Inhalte nur dann aktualisiert werden, wenn sie tatsächlich verändert werden. Auf diese Weise erhöht sich die Kapazität des Webservers für zusätzliche Anfragen. Darüber hinaus gibt es auch Hosting-Provider, die ihren Kunden einen speziellen Überlastungsschutz anbieten.

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