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Der Businessplan

Der Businessplan – seine Funktionen und die wichtigsten Inhalte in der Zusammenfassung

Vor 2 Monaten 0

Der letzte Beitrag „Umsatzsteuer für Auslandskäufe“ richtete sich vor allem an bereits existierende Unternehmen, die gerne auch im Ausland verkaufen möchten. Bis dahin kann es allerdings ein langer Weg sein. Ein erster Schritt ist ein Businessplan. Dieser ist ein Konzept, das auf einer Geschäftsidee basiert und in dem die Rahmenbedingungen für die Gründung eines Unternehmens enthalten sind. Um die Idee umzusetzen, bedarf es einer Skizzierung der wirtschaftlichen Tragfähigkeit und einer konkreten Planung für die Umsetzung, weshalb ein Businessplan als Fahrplan in die Selbstständigkeit bezeichnet werden kann. Wofür er gebraucht wird und welche Bestandteile er enthalten sollte – wir haben die wichtigsten Punkte für Sie zusammengefasst.

 

Welche Funktionen ein Businessplan erfüllt

Ein Businessplan ist nicht nur eine optimale Vorbereitung auf die Existenzgründung. Neben seiner Funktion als Grundsteinlegung wird die anfängliche Geschäftsidee zu einem ausgereiften Unternehmenskonzept weiterentwickelt. Darin werden Risiken erörtert, Chancen aufgezeigt und Alleinstellungsmerkmale beziehungsweise Wettbewerbsvorteile erarbeitet. Insoweit erfüllt der Businessplan verschiedene Funktionen

  • als Gründerleitfaden,
  • als Strategie- beziehungsweise Geschäftsplan,
  • als Fahrplan für die Umsetzung der unternehmerischen Aktivitäten und
  • als Leistungskontrollinstrument.

Als Gründerleitfaden sorgt der Businessplan dafür, dass sich der Gründer mit jedem einzelnen Entwicklungsschritt sowie mit allen Details rund um die Unternehmensgründung auseinandersetzt. Von einem aussagekräftigen Geschäftsplan ist es abhängig, ob Geschäftspartner oder Investoren ins Boot geholt werden können, ob Banken die Unternehmensgründung als kreditwürdig einstufen oder ob seitens der Arbeitsagentur ein Gründungszuschuss bewilligt wird. Als Fahrplan ist er ein Kontrollinstrument bezüglich der Umsetzung des Konzepts ebenso wie ein Leistungskontrollinstrument, mit dessen Hilfe die Einhaltung der Finanz- und Liquiditätsplanung regelmäßig kontrolliert und gegebenenfalls angepasst werden kann.

 

Die einzelnen Bausteine eines Businessplans

Im Wesentlichen setzt sich der Businessplan aus zwei Bausteinen zusammen, der Geschäftsidee und der Finanzplanung. Die Geschäftsidee beschreibt das konkrete Angebot sowie die Zielgruppen, die es erreichen soll. Dazu gehört die Beschreibung des Wie, womit Marketing und Vertrieb gemeint sind, sowie die Chancen und Risiken der Geschäftsidee, die im Rahmen der sogenannten SWOT-Analyse ermittelt werden. Der entscheidende und für Kapitalgeber wichtige Teil ist die Liquiditäts- und Finanzplanung, mit der die Tragfähigkeit einer Geschäftsidee geprüft werden kann. Sie betrifft nicht nur die finanzielle Absicherung, sondern insbesondere die wirtschaftliche Machbarkeit, die durch eine Rentabilitätsvorschau dargestellt wird.

 

So bringen Sie Struktur in Ihren Businessplan

Es gibt keine offiziellen Richtlinien beziehungsweise Vorgaben, die die Inhalte und die Struktur eines Businessplanes zwingend vorschreiben. Hier ist ein Beispiel für eine mögliche Gliederung eines Businessplans:

  • Executive Summary. Sie wird dem Businessplan vorangestellt und fasst alle wichtigen Inhalte zusammen. Sie beschreibt das Gründungsvorhaben und ist der entscheidende Einstieg für den Leser.
  • Gründerprofil. Im Gründerprofil werden der Gründer sowie mögliche Mitarbeiter einschließlich ihrer Qualifikation beschrieben.
  • Geschäftsidee. Sie ist das Herzstück und begründet die Motivation für die Unternehmensgründung.
  • Zielgruppe. Es werden die Menschen als Zielgruppe beschrieben, die das Produkt kaufen sollen.
  • Markt und Wettbewerb. In diesem Modul wird die Branche, das Umfeld des Unternehmens sowie mögliche Wettbewerber beschrieben.
  • Organisation des geplanten Unternehmens. Neben der Rechtsform werden die Organisationsweise sowie die damit zusammenhängenden Aufgaben benannt.
  • Marketing und Vertrieb. Hier werden alle werblichen Maßnahmen benannt, die den Vertrieb flankieren.
  • Finanzplanung. In der Finanz- und Liquiditätsplanung werden die Kosten sowie deren Finanzierbarkeit aufgeschlüsselt.
  • Anhang. Im Anhang werden sämtliche Nachweise untergebracht, angefangen von den Ausbildungsnachweisen des Gründers bis zur Gewerbeanmeldung.

 

Wer sich mit dem Anfertigen eines Businessplans schwertut, kann sich Hilfe holen. Möglich ist das durch die Verwendung von Vorlagen, durch Tools oder eine entsprechende Software. Wenn es um die Bewilligung eines Kredits oder um Fördergelder geht, kann professionelle Unterstützung entscheidend sein. Bei Fragen können Sie uns gerne Kontakt mit uns aufnehmen. Mit unserem Kostenrechner erfahren Sie ganz unverbindlich, wie hoch Ihr Steuerberatungskosten ausfallen würden.

 

Bildnachweis: fotolia.com Ⓒ contrastwerkstatt #88683156

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