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Riester-Rente ja, aber richtig!

Vor 4 jahren 0

Die Rentenreform im Jahr 2001 hatte die Senkung der zukünftigen Zahlungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung zum Inhalt. Das war der Grund für die Einführung der Riester-Rente, die die gesetzliche Rentenversicherung ergänzen und insbesondere Arbeitnehmern helfen sollte, eine zusätzliche private Altersvorsorge zu treffen. Was vom Staat gefördert wird, welche Riester-Anlagen es gibt und mit welcher Anlage Sie die höchste Rendite erzielen, erfahren Sie hier.

Wer vom Riestern profitiert

Riestern kann jeder, der Rentenbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung zahlt. Dies sind insbesondere Arbeitnehmer und Beamte. Darüber hinaus gibt es noch weitere Bestimmungen für bestimmte Berufsgruppen, beispielsweise Auszubildende oder Selbständige. Nicht Riestern sollten Sie, wenn Sie das Rentenalter bald erreichen und nur geringe Rentenansprüche zu erwarten haben. Denn die Riester-Rente wird auf die staatliche Grundsicherung im Alter angerechnet, was nichts anderes bedeutet, als dass Sie umsonst in die Riester-Vorsorge investiert hätten. Am meisten profitieren von der Riester-Rente Arbeitnehmer mit einem Einkommen ab 40.000 Euro jährlich sowie Familien mit drei oder mehr Kindern.

Staatlich gefördert wird auf zweierlei Weise, einmal in Form einer persönlichen Zulage und in Form von Steuervorteilen, wobei die volle Zulage 154 Euro im Jahr beträgt. 300 Euro Extraprämie gibt es für jedes Kind, das nach 2008 geboren wurde und 185 Euro für bis Ende 2007 geborene Kinder. Die Steuervorteile sind abhängig vom jeweiligen Einkommensteuersatz. Maximal können Sie vier Prozent Ihres rentenversicherungspflichtigen Einkommens in den Riester-Vertrag einzahlen und als Sonderausgaben in Ihrer Steuererklärung geltend machen, wobei die Höchstgrenze pro Jahr bei 2.100 Euro liegt. Allerdings müssen Sie im Rentenalter im Rahmen der sogenannten nachgelagerten Besteuerung Ihre Einkünfte aus dem Riester-Vertrag versteuern. Mit Antritt des Rentenalters erhalten Sie eine lebenslange Rente und keine Einmalzahlung.

Welcher Riester-Vertrag ist sinnvoll?

Es gibt verschiedene Riester-Verträge, die unterschiedliche Bedingungen und dementsprechend eine unterschiedliche Rendite aufweisen, nämlich diese

– das Riester-Darlehen, auch Wohn-Riester genannt,
– den Riester-Bausparvertrag,
– den Riester-Banksparplan,
– die Riester-Rentenversicherung und
– den Riester-Fondssparplan

Zwei Kriterien sind bei der Wahl des passenden Riester-Vertrages entscheidend. Zum einen die Höhe der Rendite der jeweiligen Anlage, wobei die Rendite bei einer klassischen Riester-Rentenversicherung am geringsten ist und zum anderen die enormen Leistungsunterschiede zwischen den einzelnen Anbietern.

1. Das Riester-Darlehen ist die richtige Wahl, wenn Sie jetzt eine Immobilie kaufen möchten. Dann nehmen Sie ein Darlehen auf, dessen Rückzahlung wie andere Riester-Produkte mit Zulagen und Steuervorteilen gefördert wird. Durch die staatliche Hilfe werden Sie das Darlehen schneller abbezahlen.

2. Der Riester-Bausparvertrag ist eine gute Variante, wenn Sie später eine von Ihnen selbst bewohnte Immobilie kaufen möchten.

3. Mit dem Riester-Banksparplan können Sie ebenfalls eine Immobilie finanzieren. Er ist die bessere Wahl, wenn Sie nicht sicher wissen, ob Sie tatsächlich eine Immobilie kaufen werden oder nicht.

4. Wer auf Sicherheit setzt, wird sich für die Riester-Rentenversicherung entscheiden, die allerdings die niedrigste Rendite aufweist.

5. Wenn Sie höhere Renditen möchten, sollten Sie mit Aktienfonds riestern: Entweder im Rahmen einer fondsgebundenen Riester-Rentenversicherung oder als Riester-Fondssparplan.

Sie sollten immer bedenken, dass ein Beratungsgespräch mit einem Partner Ihres Vertrauens sinnvoll und durchaus notwendig ist, bevor Sie sich für eine Möglichkeit der Riester-Rente entscheiden.

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