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Doppelte Haushaltsführung von venvie erklärt

Doppelte Haushaltsführung: Steuern sparen mit der Zweitwohnung

Vor 4 Monaten 0

Nicht nur beim Umzug kann man Steuern sparen, sondern auch mit einem Zweitwohnsitz. Denn es ist heutzutage keine Seltenheit, dass zwischen Wohnort und Arbeitsort einige hundert Kilometer liegen, denn Flexibilität und Mobilität sind gefragt. Um die damit zusammenhängenden Strapazen zu reduzieren, ist eine Zweitwohnung unverzichtbar. Aufwendungen für eine Zweitwohnung können als Werbungskosten von der Steuer abgesetzt werden. Voraussetzung ist ein Erstwohnsitz, der weiterhin der Lebensmittelpunkt ist. Was es sonst noch zu beachten gilt und wie Sie die doppelte Haushaltsführung steuermindernd zu Ihren Gunsten nutzen – informieren Sie sich!

 

Die doppelte Haushaltsführung und ihre Voraussetzungen

Um die doppelte Haushaltsführung steuerlich in Abzug zu bringen, müssen insgesamt vier Voraussetzungen erfüllt sein: Die Wohnung wird aus (1) beruflichen Gründen gemietet. Der Arbeitnehmer (2) nutzt die Zweitwohnung am (3) Beschäftigungsort, dem Ort der ersten Tätigkeitsstätte und (4) unterhält weiterhin seinen Hauptwohnsitz, der sein Lebensmittelpunkt ist. Beantragt wird die doppelte Haushaltsführung auf der dritten Seite von Anlage N. Eine Zweitwohnung ist mit dauerhaften Zusatzkosten verbunden, sodass im Zusammenhang mit dem Lohnsteuerermäßigungsverfahren ein Freibetrag beantragt werden kann, der in der Steuererklärung angegeben werden muss.

 

Doppelte Haushaltsführung: Absetzbare Kosten

Abgesetzt werden können die Kosten, die tatsächlich durch den doppelten Haushalt entstanden sind, wobei die Höchstgrenze bei 1.000 Euro pro Monat liegt. Das macht im Jahr eine Summe von bis zu 12.000 Euro. Im Zusammenhang mit der Steuererklärung spielen die Größe der Wohnung und die ortsübliche Vergleichsmiete keine Rolle. Als Zweitwohnung anerkannt sind ein Hotelzimmer oder möbliertes Zimmer, eine Gemeinschaftsunterkunft, eine Miet- oder Eigentumswohnung. Übrigens können auch die Kosten abgesetzt werden, die beim Suchen und Besichtigen der Wohnung entstanden sind, unter andere für Zeitungsinserate und für die Maklercourtage. Der auf 1.000 Euro im Monat begrenzte Höchstbetrag ist nicht allein auf die Kosten für die Unterkunft begrenzt. Dazu gehören neben der Miete weitere Aufwendungen, zum Beispiel die Nebenkosten, Reinigungskosten, Rundfunkbeitrag für die Zweitwohnung, Kosten für Sondernutzungen, zum Beispiel für einen Stellplatz und die Zweitwohnungssteuer.

Die Zweitwohnsitzsteuer ist eine kommunale Aufwandsteuer, die von der Gemeinde erhoben wird. Mit ihr wird das Innehaben einer Zweitwohnung neben der Hauptwohnung besteuert. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Wohnung vom Eigentümer selbst bewohnt wird oder angemietet ist. Steuerlich relevant ist der Tatbestand des Innehabens einer Zweitwohnung.

Umstritten ist, wie die Kosten für Einrichtungsgegenstände und für den Hausrat steuerlich behandelt werden, wozu die Aufwendungen für Haushaltswaren, Möbel, Gardinen und Lampen für die Zweitwohnung gehören. Zwei gegensätzliche Meinungen vertreten das BMF (Bundesfinanzministerium) und das Finanzgericht (FG) Düsseldorf. Während das BMF die Finanzämter dazu verpflichtet hat, die Einrichtungskosten in die 1.000 Euro einzubeziehen, hält das FG Düsseldorf das für falsch. Diesbezüglich steht eine Entscheidung des Bundesfinanzhofes (BFH) noch aus. Zu den abziehbaren Mehraufwendungen gehören außerdem die Fahrtkosten und die Verpflegungsmehraufwendungen, wobei für die doppelte Haushaltsführung ein Nachweis erbracht werden muss, was für alle Kosten gleichermaßen gilt.

 

Weitere wichtige Fragen zur Steuererklärung klären Sie auf unseren Leistungsseiten oder per Kontaktformular. Mit unserem Kostenrechner können Sie zusätzlich Ihre Kostenersparnis errechnen.

 

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