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Eine alternative Finanzierungsmaßnahme? – Crowdfunding!

Vor 4 jahren 0

Crowdfunding ist eine noch junge Art der Finanzierung von Projekten, auf die vor allem Geschäftsgründer und Start-ups zurückgreifen, um ihre Ideen zu realisieren. Der Begriff setzt sich aus den beiden englischen Wörtern „crowd“ für „Gruppe“ oder „Menge“ und „funding“ für „Finanzierung“ zusammen. Damit wird grundsätzlich auch schon das Prinzip deutlich, das sich hinter dieser Idee verbirgt – das Aufbringen von Kapital durch eine Personengruppe, die in der Regel über das Internet angesprochen und erreicht wird. In Deutschland spricht man manchmal auch von „Schwarmfinanzierung“.

Wie funktioniert Crowdfunding?

Ein Start-up oder auch eine einzelne Person möchte eine Idee verwirklichen, verfügt aber nicht über das nötige Kapital. Bei der Idee kann es sich um ein Produkt, ein künstlerisches Projekt oder auch eine soziale Kampagne handeln. Die einfachste und schnellste Form, um an Kapitalgeber zu kommen, ist die Vorstellung des Projekts auf einer Crowdfunding-Plattform im Internet mittels Texten, Videos, Fotos und anderen Medien. User, die von der Idee begeistert sind, können dann Geld bereitstellen, wobei die Höhe des Einsatzes oft gestaffelt wird. Je nach Einsatz erhält der Geldgeber bestimmte Prämien, meist in Form von Sachleistungen, oder erwirbt sich Anteile in Form einer stillen Beteiligung.
Bei der Präsentation wird normalerweise auch festgelegt, wieviel Kapital jemand braucht und in welchem Zeitraum es zusammenkommen soll. Ein Beispiel: Eine Band benötigt 3.000 Euro, um eine CD zu produzieren, wobei die Frist drei Monate beträgt. Kommt in dieser Zeit der gewünschte oder ein höherer Betrag zusammen, wird das Geld ausgeschüttet. Bleibt der Betrag darunter – beispielsweise 2.900 Euro – wird das Geld an die Kapitalgeber zurückgezahlt und das Projekt kommt nicht zu Stande. Das Kapital ist also zweckgebunden.

Einmal mehr sind die USA Vorreiter

Vorreiter beim Crowdfunding sind, wie so oft, die Vereinigten Staaten. Hier wurden für einzelne Ideen schon mal Millionenbeträge in kürzester Zeit eingesammelt. Auch in Deutschland nimmt die Zahl der Plattformen zu. In Europa liegt Deutschland derzeit hinter Großbritannien und Frankreich auf dem dritten Platz, was die aufgebrachten Geldsummen angeht. Im Gegensatz zu den USA gibt es in Deutschland auch keine gesetzliche Grundlage für das Crowdfunding, wie zum Beispiel das Aktiengesetz bei der Finanzierung durch Aktien.
Die Vorteile für Start-ups liegen auf der Hand. Mittels Crowdfunding können sie Kapital für die Verwirklichung von Ideen einsammeln, für die sie bei Banken oder anderen möglichen Kreditgebern keine Zusage bekommen würden. Wenn man sich die Zuwächse in den letzten Jahren ansieht kann man behaupten, dass Crowdfunding sich als alternative Finanzierungsmöglichkeit langfristig etablieren wird.

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