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Existenzgründung Schritt für Schritt – von der Idee zum eigenen Unternehmen

Vor 4 jahren 0

Die Gründung eines Unternehmens ist gar nicht so schwierig, sofern Sie eine gute Geschäftsidee, Kenntnisse über die persönlichen, fachlichen und finanziellen Voraussetzungen sowie eine Strategie haben, die Sie Schritt für Schritt umsetzen.

Schritt 1: Abenteuer Unternehmer werden – am Anfang steht die Geschäftsidee

Das Abenteuer Unternehmer beginnt mit einer Idee, bei der es sich entweder um eine zündende Innovation handelt oder um einen lang gehegten Wunsch, der sich über Jahre hinweg schleichend aufbaut. Während andere Unternehmensgründer ihre bisherige Nebentätigkeit nach und nach auf eine selbstständige Basis stellen, werden vor allem Start-up-Unternehmen oftmals von mehreren Personen gegründet. Die Gründung im Team bringt insofern Vorteile, dass Arbeit und Belastung auf mehrere Schultern verteilt wird, was gleichermaßen für das fachliche und unternehmerische Know-how gilt. Anders verhält es sich bei Einzelunternehmern, die, je nach finanzieller Lage, vieles allein stemmen müssen. Die Frage, welche Variante – im Team oder allein – die bessere ist, ist auch abhängig von der jeweiligen Unternehmerpersönlichkeit.

Schritt 2: Der Businessplan für die neue Unternehmung

Der Businessplan ist nichts anderes als eine schriftliche Ausarbeitung der Geschäftsidee, die somit auf eine tragfähige Grundlage gestellt wird. Er enthält die organisatorische und finanzielle Struktur des zu gründenden Unternehmens und ist die entscheidende Voraussetzung, um Fördermittel oder Kredite zu beantragen. Es gibt eine Vielzahl an Förderprogrammen und Finanzierungshilfen auf Bundes- und Länderebene sowie auch EU-Fördermittel. Der Businessplan besteht im Wesentlichen aus diesen Bausteinen:

1. Unternehmerische Eckdaten, Name und Sitz des Unternehmens sowie die Wahl der Rechtsform.
2. Vorstellung des Managements. Hier steht die Gründerpersönlichkeit mit ihren Qualifikationen und Fähigkeiten im Vordergrund. Weiterhin die fachliche Kompetenz, Berufserfahrung, Branchenkenntnisse und bisherige berufliche Erfolge.
3. Präsentation der angebotenen Produkte und Dienstleistungen, die Beschreibung des Kundennutzens, Alleinstellungsmerkmale und Wettbewerbsvorteile.
4. Der Kern des Businessplans, das Finanzierungskonzept, in dem alle zuvor gemachten Angaben und Analysen in Zahlen gegossen werden. Der Finanzplan setzt sich aus der Erfolgsplanung sowie einem Liquiditätsplan zusammen, die sich über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren erstrecken.
5. Markt- und Wettbewerbsanalyse, eine Zielgruppendefinition sowie Wachstumsmöglichkeiten, mögliche Eintrittsbarrieren und Marktbeschränkungen.
6. Eine Marketing- und Vertriebsstrategie, die alle für den Markteintritt erforderlichen Maßnahmen sowie die weiteren Marketingaktivitäten zur Kundengewinnung beschreibt. Hier können alle bereits vorhandenen oder zukünftigen Materialien und Maßnahmen (Logo, Visitenkarte, Flyer, Webauftritt, Präsenz in den Neuen Medien und so weiter) gelistet und präsentiert werden.

Schritt 3: Absicherung im privaten und unternehmerischen Bereich

Wer eine unternehmerische Tätigkeit aufnimmt, muss sich im privaten Bereich eigenverantwortlich absichern, beispielsweise im Bereich der Kranken- und Pflegeversicherung sowie in Bezug auf die private Altersvorsorge. Auch die unternehmerische Tätigkeit ist mit einer Vielzahl von Risiken verbunden, wobei der Gesetzgeber teilweise eine Versicherungspflicht vorschreibt.

Schritt 4: Wichtige Behördengänge

Bei der Gründung eines Gewerbebetriebes, muss eine kostenpflichtige Anmeldung beim örtlich zuständigen Gewerbeamt erfolgen, während Handwerker sich in die Handwerksrolle eintragen müssen. Anders verhält es sich bei freien Berufen, die keiner Anmeldung bedürfen, deren Existenzgründung jedoch manchmal mit einer Pflichtmitgliedschaft in der jeweiligen Berufskammer verbunden ist.

Wer ein Unternehmen gründet und einen bestimmten Firmennamen verwendet, der gegebenenfalls markenrechtlich geschützt werden muss, sollte sich unbedingt fachlich beraten lassen. Markenrechtsverletzungen können hohe Kosten nach sich ziehen, die für das junge Unternehmen unter Umständen ein schnelle Aus bedeuten können.
Eine Unternehmensgründung ist eine Entscheidung, die Ihr Leben in allen Bereichen entscheidend verändern wird. Auch wenn oftmals über Start-ups berichtet wird, die sich als Überflieger entpuppen, ist das die Ausnahme. Fleiß, Ausdauer, Geduld, Wissen, Disziplin und das berühmte Quäntchen Glück sind die Werte, die dauerhaft und langfristig zum Aufbau eines erfolgreichen Unternehmens führen. Viel Erfolg!

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