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Fehler im Steuerbescheid finden mit Tipps von Venvie

Fehler im Steuerbescheid – Was zu tun ist

Vor 2 jahren 0

Die Steuerrückzahlung fällt niedriger aus als erwartet? Statt einer Steuerrückzahlung wird eine Nachzahlung fällig? In unserem Blog geben wir Ihnen Tipps und Tricks rund um das Thema Steuern und möglichen Ersparnissen. Wie Sie Ihren Steuerbescheid richtig lesen und verstehen, haben wir hier bereits erörtert und nannten bereits, wie wichtig es ist, diesen sorgfältig zu prüfen. Ist er möglicherweise fehlerhaft, kann es sich lohnen, gegen den Bescheid Einspruch zu erheben. Immerhin sind zwei Drittel aller Einsprüche erfolgreich. Wie das funktioniert – mehr dazu hier.

 

Warum es zu fehlerhaften Steuerbescheiden kommen kann

Das deutsche Steuerrecht ist sehr komplex. Hinzu kommt, dass dieser Dschungel aus Paragraphen durch immer neue Gesetze oder Änderungen noch verwirrender wird. So kommt es, dass selbst Fachleute angesichts der Vielfalt und wegen der Ausnahmeregelungen an ihre Grenzen stoßen, was für Finanzbeamte gleichermaßen gilt. Da wundert es nicht, dass nach Angaben des Bundes der Steuerzahler jeder dritte Einkommensteuerbescheid fehlerhaft ist. Deshalb ist es sinnvoll, den Steuerbescheid auf seine Richtigkeit hin überprüfen zu lassen oder selbst zu prüfen. Das gilt vor allem dann, wenn Steuerzahler zu Unrecht vom Fiskus zur Kasse gebeten werden. Dann wird es Zeit, sich zur Wehr zu setzen, und das ist gar nicht schwer.

 

Den Steuerbescheid prüfen und Frist für den Einspruch beachten

Zeile für Zeile wird der Steuerbescheid geprüft, wenn Bedenken bezüglich seiner Rechtmäßigkeit bestehen. Es beginnt die Suche nach möglichen Zahlendrehern, nach dem korrekten Ansetzen der Einnahmen und danach, dass die Sonderausgaben, Freibeträge, Werbungskosten und außergewöhnlichen Belastungen wie erwartet entlastend angerechnet wurden. Sofern das nicht geschehen ist, muss das von den Finanzbehörden entsprechend begründet werden. Insgesamt stehen vier Wochen zur Verfügung, um fristgemäß Einspruch einzulegen. Fristbeginn ist der Zugang des Steuerbescheids beim Steuerzahler. In der Praxis wird der Postweg mitberücksichtigt, sodass sich die Frist am Datum des Begleitschreibens orientiert und drei Tage danach zu laufen beginnt.

 

Richtig Einspruch einlegen

Auch wenn die Schriftform nicht zwingend vorgeschrieben ist, sollte der Einspruch schriftlich per Brief oder per Fax eingelegt werden. Nur wenn das Finanzamt auf dem Steuerbescheid eine E-Mail Adresse nennt, kann der Einspruch auch per E-Mail eingereicht werden. Eine weitere Möglichkeit ist, den Einspruch mündlich beim Finanzamt zu Protokoll zu geben. Bei allen Varianten ist es wichtig, den Einspruch deutlich auch als solchen zu bezeichnen. Gleiches gilt für den Steuerbescheid, gegen den Einspruch erhoben werden soll. Wichtig ist die Begründung, in der der eigene Standpunkt sachlich vertreten und mit Nachweisen dokumentiert wird. Es reicht auch aus, in einem ersten Schritt Einspruch einzulegen mit dem Hinweis, dass die Begründung nachgereicht wird.

 

Fazit

Abschließend bleibt noch der Hinweis, dass die vom Finanzamt erhobene Forderung trotz des Einspruchs beglichen werden muss. Ein Einspruch gegen einen Steuerbescheid löst keinen Zahlungsaufschub aus. Es ist jedoch möglich, einen Antrag auf Aussetzung der Vollziehung zu stellen. Hat der Einspruch Erfolg, wird der Steuerbescheid korrigiert und dem Steuerzahler erneut zugestellt. Bis dahin ist das gesamte Verfahren kostenfrei. Wird dem Einspruch nicht entsprochen, bleibt nur noch der Weg vor das Finanzgericht und die damit verbundene Erhebung einer Klage.

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