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Gesetzliche Krankenkassen haben ihre Beiträge erhöht

Vor 3 jahren 0

Wie der Wechsel funktioniert

Für alle Kassen gilt der allgemeine Beitragssatz von 14,6 Prozent des Bruttoeinkommens. Diesen Betrag muss jeder Arbeitnehmer mindestens bezahlen. Jedoch haben die Kassen die Möglichkeit mehr zu verlangen, sofern sie damit nicht auskommen. Zum Jahreswechsel haben 59 von 88 für alle zugängliche Krankenkassen ihre Beiträge erhöht. Den zusätzlichen Betrag tragen allein die Arbeitnehmer. Ein Kassenwechsel kann sich also lohnen und mit einer Ersparnis von bis zu 800 Euro auswirken – je nach Einkommen und Steuersatz. Wie der Wechsel funktioniert und worauf Sie achten sollten erklären wir Ihnen hier.

Welche Krankenkasse ist die Beste?

Beim Wechsel kommt es nicht nur auf den Beitrag an, auch Service und Leistungen sind wichtig. Grundsätzlich müssen alle gesetzlichen Krankenkassen ihren Kunden die gesetzlich vorgeschriebene, das heißt eine medizinisch notwendige und sinnvolle, Versorgung gewährleisten. Daher sind rund 95 Prozent der medizinischen Leistungen gleich. Allerdings sind die Zusatzleistungen interessant und es gilt die Krankenkasse zu finden, die die besten Extraleistungen für Ihre individuellen Interessen anbietet: Ob jung, gesund und mit wenig Zeit, Familie mit Kindern oder Reiselustige, die sich gern im Ausland aufhalten – je nach Lebensstil und persönlicher Situation sollten Sie vergleichen. Hier bietet sich das Vergleichsportal www.gesetzlichekrankenkassen.de an. Auch die Stiftung Warentest hat einige interessante Informationen zusammengetragen. Dies ist jedoch teilweise kostenpflichtig.

Kann ich einfach meine Krankenkasse wechseln?

Jeder hat grundsätzlich das Recht, seine Krankenkasse jederzeit zu wechseln. Allerdings gilt es, die Kündigungsfrist von zwei Monaten zu beachten. Außerdem sind Sie dann 18 Monate an Ihre Wahl gebunden. Sofern eine Kasse Zusatzbeiträge erhebt, haben Versicherte ein Sonderkündigungsrecht und dürfen umgehend kündigen. Die Kündigungsfrist von zwei Monaten ist aber immer einzuhalten, wobei die Bindefrist von 18 Monaten seit dem letzten Wechsel einer Krankenkasse dann entfällt. Beispiel: Wenn Sie bis Ende Januar eines Jahres bei Ihrer Krankenkasse kündigen, beginnt die Mitgliedschaft in der Neuen zum 1. April. Haben Sie wegen einer Beitragserhöhung gekündigt, müssen Sie im Zeitraum zwischen Kündigung und Wechsel den erhöhten Beitrag bezahlen. Sollten Sie mindestens 18 Monate lang Mitglied einer Kasse gewesen sein, dann spielt es keine Rolle, ob die Kasse Zusatzbeiträge erhebt oder nicht.

Der Wechsel hat keine Nachteile

Keine gesetzliche Krankenkasse darf Versicherte ablehnen, wenn diese Mitglied werden möchten. Auch eine laufende Behandlung ist kein Hinderungsgrund. Sie müssen auch keine Bedenken haben, dass eine günstigere Kasse gegebenenfalls eine schlechtere Versorgung mit sich bringt. Wie bereits erwähnt, sind 95 Prozent aller Leistungen gleich.

So einfach geht der Wechsel zu einer anderen Krankenkasse

Schritt 1: Suchen Sie sich eine neue passende Krankenkasse. Welche passt am besten zu Ihren Vorstellungen? Gegebenenfalls helfen auch Empfehlungen von Freunden und Bekannten weiter. Sie können bei einem Wechsel alle Gesetzlichen Krankenkassen auswählen, die sich der Allgemeinheit in Ihrem Wohnortbundesland oder im Bundesland Ihres Arbeitsplatzes geöffnet haben.
Schritt 2: Kündigen Sie bei Ihrer alten Kasse. Hier genügt ein formloses Schreiben, allerdings sind die Kündigungsfristen zu beachten.
Schritt 3: Stellen Sie bei Ihrer Wunschkasse einen Beitrittsantrag. Den finden Sie in der Regel online auf der betreffenden Krankenkassenseite. Die meisten Kassen bieten auch einen sogenannten Krankenkassen-Wechselservice an.
Schritt 4: Informieren Sie Ihren Arbeitgeber, indem Sie die Mitgliedsbescheinigung der neuen Kasse einreichen. Er überweist die Beträge aus dem Bruttogehalt.

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