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Gute Idee aber kein Geld? – 5 Wege zur Finanzierung Ihres Unternehmens

Vor 3 jahren 0

Sie haben eine unschlagbare Idee, eine Vision, eine super Geschäftsidee, mit der Sie sich endlich selbstständig machen wollen, haben aber kein Startkapital? Talent, Mut und die beste Idee nützen nichts, wenn man sie nicht nutzen kann. Und bereits an dieser Stelle scheitern viele potenzielle Existenzgründer. Selbst wenn man sich keine riesigen Anschaffungen leisten muss – ohne liquide Mittel funktioniert es nicht, denn Investitionen sind immer notwendig und schließlich müssen Sie in den ersten Monaten ja auch von etwas leben. Damit Ihre Unternehmung nicht schon vor dem eigentlichen Start scheitert, stellen wir Ihnen hier fünf Finanzierungsmöglichkeiten vor.

Crowdfunding – Gute Ideen gemeinsam finanzieren

Diese Finanzierungsmöglichkeit basiert auf dem Plan, dass sich viele verschiedene Kapitalgeber (die sogenannte Crowd) mit kleinen Beträgen an einem Projekt beteiligen, so dass sich daraus ein ernstzunehmender Betrag ergibt. Auf diese Weise können hohe Finanzmittel zusammenkommen, wobei sich das Verlustrisiko für die einzelnen Investoren in Grenzen hält, da die jeweilige Einlage nicht sonderlich hoch war.
Organisiert werden Crowdfunding-Projekte über das Internet auf Plattformen, in denen sich Gründer mit ihren Unternehmen und ihrer Geschäftsidee einer breiten Öffentlichkeit präsentieren können. Hier wird neben der ausführlichen Präsentation eine definierte Summe vorgegeben, die in einem bestimmten Zeitraum erreicht werden muss. Wird der Betrag nicht erreicht, erhalten die Kapitalgeber ihr Investment zurück. Klassische Plattformen hierfür sind beispielsweise www.startnext.de, www.visionbakery.com oder www.seedmatch.de.
Vorteil: Hohe Chancen durch Kreativität, Investoren sind ganz normale Menschen, die sich gerne an neuen Projekten beteiligen und die Abhängigkeit von diesen Investoren ist eher gering.
Nachteil: Crowdfunding ist in Bezug auf die Finanzierung von Unternehmen ein sehr junges und innovatives Modell, daher verfügt man hier nur um einen geringen Erfahrungsschatz, auf den Gründer und Investoren zurückgreifen können.

Fördermittel durch den Staat – Zuschüsse nutzen

Auch der Staat unterstützt Innovationen, daher steht Existenzgründern eine Vielzahl an Fördermitteln zur Verfügung. Hier gibt es beispielsweise Zuschüsse, Eigenkapital, Bürgschaften und Förderdarlehen. So kann jeder Unternehmer das für sein jeweiliges Vorhaben geeignete optimale Förderprogramm finden. Auf der Seite www.foerderdatenbank.de kann man sich einen ausführlichen Überblick verschaffen. Wichtig hierbei ist, dass Sie sich zuerst um eine Finanzierung und dann um die Gründung des Unternehmens kümmern. Denn im umgekehrten Falle kommen Sie für viele Finanzierungsmethoden überhaupt nicht mehr in Frage.
Vorteil: Ein Großteil der Finanzierungsmittel muss nicht zurückgezahlt werden, so wird das junge Unternehmen nicht stark belastet.
Nachteil: Die Auswahl des richtigen Fördermittels und die Antragstellung gestalten sich häufig sehr umfangreich und kompliziert, da es bei den Angeboten unter anderem auch regionale Unterschiede gibt.

Kredite der KfW – Geförderte Darlehen zu guten Konditionen

Für einen Existenzgründer ist es nahezu unmöglich einen herkömmlichen Kredit bei seiner Hausbank zu erhalten. Viel zu unsicher ist der mögliche Erfolg der Unternehmung und die damit verbundene Sicherung der Kreditsumme. Für Unternehmer, die für die Startphase oder den Ausbau des Unternehmens ein Darlehen benötigen, kommt die KfW-Bank in Frage. Die KfW ist eine staatliche Förderbank, die ein Sondervermögen verwaltet, das aus dem sogenannten Marshallplan stammt, ein Aufbauprogramm, mit dem die USA nach dem zweiten Weltkrieg einen Beitrag zum Wiederaufbau geleistet hat. Bis heute wird dieses Vermögen dazu genutzt, interessante Modelle zur Wirtschaftsförderung zu finanzieren. Unter anderem zählen hierzu auch Förderdarlehen.
Das gewünschte Förderdarlehen wird bei der eigenen Hausbank beantragt, die diesen Antrag dann an die KfW weiterleitet. Sofern der Antrag bewilligt wird, übernimmt die KfW Bankengruppe dann einen großen Teil der Haftung über die Summe des Darlehens. Somit reduziert sich das Risiko für die Hausbank erheblich, was eine hohe Bewilligungsquote zur Folge hat. Außerdem können Kreditnehmer von günstigeren Zinsbindungen über die Laufzeit des Kredits, niedrige Effektivzinsen oder tilgungsfreie Jahre profitieren. Ausführliche Informationen gibt es auf der KfW-Seite: www.kfw.de.
Vorteile: Gute Bewilligungschancen und sehr gute Konditionen und die Möglichkeit für ein hohes Startgeld.
Nachteile: Einige Hausbanken versuchen Antragsteller von Förderdarlehen abzubringen, da durch die guten Konditionen der KfW die Verdienstmöglichkeit des Instituts eingeschränkt wird. Weiterhin müssen Anträge aufwendig geprüft werden, was eine längere Wartezeit zur Folge haben kann. Die empfangenen Gelder müssen verzinst und zurückgezahlt werden, dies sollte in die mittel- und langfristige Finanzplanung einkalkuliert werden.

Business Angels – Kredit ohne Bank

Bei den sogenannten Business Angels handelt es sich in der Regel um vermögende Personen, die gerne in junge Unternehmen und innovative Ideen investieren. Sie beteiligen sich an der Finanzierung der Unternehmung und unterstützen den Existenzgründer in der frühen Phase der Unternehmensgründung. Diese Konstellation kann sehr wertvoll sein, denn der Jungunternehmer kann in hohem Maße von dem Know-how und den Ratschlägen profitieren, muss diese Einflussnahme aber in Kauf nehmen wollen. Das Ziel der Business Angels ist es, Anteile am Unternehmen zu erhalten und am Gewinn Teil zu haben.
Organisiert sind Business Angels in entsprechenden Netzwerken, in denen sie sich austauschen, unterstützen und um Rat bitten können. Ein Verband ist hier beispielsweise das Business Angels Netzwerk Deutschland. Da der persönliche Kontakt bei dieser Finanzierungsmethode eine wichtige Voraussetzung ist, sollte man sich für ein Netzwerk in der eigenen Region entscheiden.
Vorteile: Die finanzielle Beteiligung beruht auf Interesse am Projekt und kann daher auf unbürokratische Weise in sehr kurzer Zeit erfolgen. Außerdem sind die Erfahrungen, Kontakte und das Wissen eines Investors ein sehr großer Vorteil bei der Entwicklung der Unternehmung.
Nachteile: Der Gründer muss Einmischung in Kauf nehmen können und die Chancen darin sehen. Wer Entscheidungen autonom und unabhängig treffen möchte, sollte sich für ein anderes Finanzierungsmodell entscheiden. Bei einer Zusammenarbeit mit einem Business Angel geht es immer auch um Sympathie. Sollten sich Gründer und Geldgeber unsympathisch sein, ist eine Zusammenarbeit nicht möglich.

Vermittlungsplattform für Businessdarlehen – Die interessante Finanzmittel-Alternative

Es gibt Plattformen im Internet, die unmittelbar zwischen Investoren und angehenden Unternehmern mit Kapitalbedarf vermitteln. Der Existenzgründer erhält hier die Chance, sein Vorhaben vorzustellen und auf einen Geldgeber zu stoßen, der sich für das Projekt interessiert und ein Startgeld zur Verfügung stellt. Dieses Verfahren ist im Gegensatz zu Banken wesentlich unbürokratischer.
Zwei Beispiele für solche Vermittlungsplattformen sind www.smava.de und www.auxmoney.com. Eigentlich bekannte Namen im Sektor Privatkredite, bieten sie aber auch spezielle Angebote für Unternehmensgründer an, bei denen Startkapital generiert werden kann.
Wichtig ist hierbei, dass die Angebote sorgfältig geprüft und verglichen werden. Denn auch diese Finanzierungsform ist mit Kosten (Gebühren für den Erfolgsfall) verbunden, die in die Finanzplanung der Unternehmung einkalkuliert werden müssen. Die Beantragung ist sehr einfach gehalten und schnell erledigt.
Vorteile: Besonders geeignet für eher unkonventionelle Projekte, bei denen die Hausbank schon aufgrund der Idee ihr Desinteresse signalisiert hat, da potenzielle Investoren bei Interesse grundsätzlich geneigt sind, sich näher damit zu beschäftigen. Die Vermittlungsplattformen versprechen, dass im Vergleich zum Bankdarlehen Gebühren eingespart werden können. Dies trifft insofern zu, dass Gebühren und Zinsen zwar tatsächlich niedriger sein können aber die Konditionen trotzdem intensiv verglichen werden sollten um das Risiko zu umgehen, doch zu viel zu bezahlen. Die Beantragung der Kredite ist spielend leicht gehalten und funktioniert via Online-Prozess, der nur wenig Zeit in Anspruch nimmt.
Nachteile: Die Leistungen der Plattformen sind nicht kostenfrei und verbunden mit Gebühren, die häufig unmittelbar bezahlt werden müssen. Der Vergleich der einzelnen Konditionen kann sich aufwendig gestalten, da es viele Plattformen gibt, die noch mehr unterschiedliche Geschäftsmodelle innehaben. Die Rückzahlung des Kredits darf in der Planung nicht außer Acht gelassen werden, denn es handelt sich ganz klar um ein Darlehen.

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