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Kraftfahrzeugssteuer erklärt von venvie.de

Kfz-Steuer: Informationen, Berechnungsgrundlagen und Steuertipps

Vor 2 jahren 0

Die Kraftfahrzeugsteuer (Kfz-Steuer) ist seit dem 1. Juli 2009 nach Art. 106 Abs. 1 Nr. 3 GG (Grundgesetz) eine Bundessteuer, die jährlich vom Fahrzeughalter zu entrichten ist. Während die Kfz-Steuer kurzzeitig vom Bundesministerium der Finanzen verwaltet wurde, ist für ihre Erhebung seit dem 1. Juli 2014 die Zollverwaltung zuständig. Wer Kfz-Steuer bezahlen muss und auf welchen Grundlagen sie berechnet wird – lesen Sie mehr.

 

Die wichtigsten Fakten über die Autosteuer auf einen Blick:

  • Nach § 1 KraftStG (Kraftfahrzeugsteuergesetz) ist der Halter eines Fahrzeugs zur Zahlung der Kfz-Steuer verpflichtet.
  • Als Fahrzeug werden nach § 2 Abs. 1 KraftStG alle nicht permanent schienengeführten Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeuganhänger angesehen.
  • Kfz-Steuer zahlen müssen Halter von inländischen Fahrzeugen und von ausländischen Fahrzeugen, solange sich diese im Inland befinden.
  • Kraftfahrzeugsteuer muss auch beim widerrechtlichen Verwenden von Fahrzeugen sowie für Oldtimer gezahlt werden, denen ein rotes Oldtimer-Kennzeichen zugeteilt wird.
  • Von der Autosteuer befreit sind aktuell nur Elektroautos: Zehn Jahre bei einer Erstzulassung zwischen dem 18. Mai 2011 und dem 31. Dezember 2015 und fünf Jahre bei einer Erstzulassung zwischen dem 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2020.
  • Die Autosteuer ist ab dem ersten Tag der Erstzulassung des Fahrzeugs fällig.
  • Die Höhe der Fahrzeugsteuer ist abhängig von der Menge der Schadstoffemissionen und von der Größe des Motors. Je größer ein Motor und je höher der Schadstoffausstoß ist, umso mehr wird das Fahrzeug besteuert.
  • Für die Kfz-Steuer gilt das Verursacherprinzip. Das bedeutet, dass Fahrzeuge, Motorräder, LKW und Wohnwagen die Straßen abnutzen und die Umwelt belasten, weshalb die Halter für die Beseitigung der Schäden steuerlich belastet werden.
  • Die erhobenen Steuern sind zweckgebunden und fließen unter anderem in den Umweltschutz, in die Instandhaltung von Straßen und in die Sanierung der Infrastruktur.

 

Autosteuer berechnen

„Wie wird die Kfz-Steuer berechnet“ ist vor allem vor dem Autokauf eine wichtige Frage. Für die Berechnung der Kfz-Steuer sind Angaben über die Erstzulassung des Fahrzeugs, die Motorart, die Größe des Hubraums und die CO2-Emissionen erforderlich, die maßgeblich für die Höhe der Kraftfahrzeugsteuer sind. Pro angefangene 100 Kubikzentimeter (ccm) Hubraum wird, abhängig vom Motor, ein unterschiedlich hoher Betrag fällig. Beim Benziner sind das 2 Euro je 100 ccm, während bei einem Dieselmotor je 100 ccm 9,50 Euro fällig werden. Zu diesem sogenannten Sockelbetrag wird der CO2-Anteil hinzugerechnet, wenn das Fahrzeug einen Kohlendioxidausstoß von mehr als 95 Gramm hat. Mit jedem weiteren Gramm erhöht sich der Betrag um jeweils zwei Euro.

Der Emissionswert eines Fahrzeugs basiert auf den Herstellerangaben, die in den Fahrzeugpapieren aufgeführt sind. Das bedeutet, dass für Fahrzeuge mit einem Dieselmotor, die bis zu 3,6 Liter und für Benziner, die bis 4,1 Liter pro Kilometer verbrauchen, für die Kfz-Steuer lediglich der Grundbetrag fällig wird. Handelt es sich um ein Hybridauto, wird nur der entsprechende Verbrennungsmotor besteuert, während Fahrzeuge mit alternativem Antrieb wie Erdgas oder Autogas steuerlich wie Benzin- oder Dieselfahrzeuge behandelt werden.

 

Kfz-Steuer Finanzamt: Steuertipps für Fahrzeughalter

Die Ausgaben für ein Fahrzeug können steuerlich geltend gemacht werden. Das gilt beispielsweise für die Kfz-Haftpflichtversicherung, die im Rahmen der Sonderausgaben geltend gemacht werden können. Steuersenkend wirkt sich auch die Kilometerpauschale aus, die Berufspendler für den Arbeitsweg steuerlich als Werbungskosten ansetzen können. Bei der steuerlichen Veranlagung ist eine strikte Trennung zwischen Privat- und Firmenfahrten vorzunehmen, zum Beispiel durch das Führen eines Fahrtenbuchs. Auch Tank- und Reparaturbelege können in der Steuererklärung aufgeführt werden.

Was Sie bei der Kaufoption bei Leasingverträgen beachten sollten, erfahren Sie hier. Falls Sie noch weitere Fragen haben, schreiben Sie uns einfach eine E-Mail. Unser Kostenrechner hilft Ihnen bei der Berechnung Ihrer Kostenersparnis.

 

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