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Kinderbetreuungskostenzuschuss

Vor 3 jahren 0

Viele junge Leute in Deutschland entscheiden sich dafür, kinderlos alt zu werden. Es gibt verschiedene Gründe dafür, doch vor allem die Arbeitssituation in vielen Unternehmen trägt einen großen Anteil an dieser Entscheidung.

Das Arbeiten mit Kind kann viele Probleme mit sich bringen. Kaum ein Unternehmen bietet mehr als acht Kranktage im Jahr für ein Elternteil an. Hinzu kommt, dass es wenige Firmen gibt, die flexible Arbeitszeiten anbieten, damit sich die Eltern einteilen können, wann sie ihr Kind vom Kindergarten, der Tagesmutter oder dem Hort abholen. Es ist demnach sehr schwer, sich gleichzeitig eine Karriere aufzubauen, genug Geld zu verdienen und ausreichend Zeit für eine Familie zu haben.

Aus diesem Grund sollten Eltern, die sich dafür entschieden haben, eine Familie zu gründen, nicht auf den Kinderbetreuungskostenzuschuss verzichten. Wie das funktioniert und welche Regelungen eingehalten werden müssen, werden wir Ihnen erklären:

Wichtigste Regelungen für den Kinderbetreuungszuschuss

Der Zuschuss für die Kinderbetreuung ist für Unternehmen eine gute Möglichkeit, das Personal zu entlasten und zu unterstützen. Wenn in der Firma keine Betreuung angeboten wird, sollte für alle Mitarbeiter diese finanzielle Unterstützung gegeben sein. Der Zuschuss ist für Unternehmen steuer- und sozialversicherungsfrei und gilt vor allem für nicht schulpflichtige Kinder unter sechs Jahren.

Auch für Eltern ist der Zuschuss positiv zu betrachten, da er zusätzlich zum Gehalt ausgezahlt wird. Dies hat den Vorteil, dass die Kostenübernahme steuerfrei ist und somit besser als eine Gehaltserhöhung zu werten ist.

Voraussetzungen

Die Voraussetzungen für den Kinderbetreuungskostenzuschuss sind die Folgenden:

  • Das Kind ist nicht schulpflichtig und unter sechs Jahre alt
  • Das Kind besucht regelmäßig eine Betreuungseinrichtung
  • Es werden nur die Kosten für die Betreuung übernommen, keine Förderunterricht- oder Transportkosten
  • Betreuungskosten müssen nachweisbar sein (durch Belege, monatlicher Dauerauftrag oder Rechnungen)
  • Zuschuss muss zusätzlich zum Gehalt ausgezahlt werden

Einzelheiten

Beim Kinderbetreuungskostenzuschuss handelt es sich um eine freiwillige Zahlung der Firma. Diese finanzielle Unterstützung muss nicht übernommen werden. Jeder Arbeitgeber sollte jedoch versuchen, seinen Mitarbeitern entgegenzukommen und ihnen den Arbeitsalltag einfacher zu gestalten.

Es gibt keine Obergrenze für den Zuschuss, was bedeutet, dass das Unternehmen den vollen Kinderbetreuungsbetrag zahlen darf. Der Betrag für die Kinderbetreuungskosten ist demnach die höchste Zahlung, da diese nicht überschritten werden darf. Auch Transportkosten, einmalige Anmeldegebühren zur Kinderbetreuung oder Kosten von Kindergartenreisen dürfen nicht in die Übernahme des Betrages hineinfallen. Es kann lediglich die Summe der Kinderbetreuungskosten gezahlt werden.

Der Kinderbetreuungskostenzuschuss darf auch dann in voller Höhe ausgezahlt werden, wenn die Zahlung höher ist als das Gehalt des Elternteils an sich. Vor allem bei Minijobbern ist dies der Fall.

Auch für schulpflichtige Kinder kann dies verhandelt werden, jedoch ist der Zuschuss hier nicht mehr steuer- und sozialversicherungsfrei.

Voraussetzung ist ebenso, dass ein Gehalt vom Arbeitnehmer bezogen wird. In Elternteilzeit, in welcher kein oder weniger Gehalt zur Auszahlung kommt, darf nur dann ein Kinderbetreuungszuschuss gegeben werden, wenn der Arbeitnehmer in Teilzeit arbeitet und somit Gehalt bezieht.

Die Betreuungseinrichtung des Kindes muss außerhalb des Familienhaushalts liegen, darf jedoch von Familienmitgliedern geführt werden. Es muss lediglich durch Rechnungen oder einen Vertrag zwischen den Betreuungspersonen und den Eltern nachweisbar sein, dass das Kind regelmäßig betreut wird.

Ändern sich die Betreuungskosten für die Eltern positiv oder negativ, muss dies sofort dem Arbeitgeber mitgeteilt werden. Es kann dann neu zur Verhandlung kommen, ob das Unternehmen die höhere Summe bezahlt oder gleichbleibend weiterzahlt.

Fazit zum Kinderbetreuungskostenzuschuss

Der Kinderbetreuungskostenzuschuss ist eine gute Möglichkeit die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern. Der Zuschuss ist für den Arbeitnehmer günstiger als Gehaltserhöhungen, da auf das zusätzliche Betreuungsgeld keine Steuern gezahlt werden müssen. Der Arbeitgeber spart ebenso, indem er bei der Auszahlung des Zuschusses den Anteil an der Sozialversicherung spart. Vor allem für junge Eltern ist dies eine gute Möglichkeit, eine unterstützt Familie zu gründen und gleichzeitig die eigene Karriere voranzubringen.

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