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Tipps zur Lohnsteuer von Venvie

Lohnsteuer – welche Faktoren sie bestimmen und wie sie berechnet wird

Vor 2 Monaten 0

Wie man durch die Erholungsbeihilfe Lohnsteuer sparen kann, haben wir in einen unserer letzten Beiträge geklärt. Heute geht es um die Grundlagen zur Lohnsteuer. Diese ist keine eigene Steuerart, sondern eine besondere Erhebungsform der Einkommensteuer, die als monatliche Vorauszahlung auf die jährliche Einkommensteuer geleistet wird. Nur Arbeitnehmer zahlen Lohnsteuer, die eine Abgabe auf Einkünfte aus nicht selbstständiger Arbeit ist. Der Arbeitgeber ist gesetzlich verpflichtet, die Lohnsteuer zu berechnen, die er direkt und fristgemäß an das Finanzamt abführt. Doch wie wird die Lohnsteuer berechnet und welche Faktoren bestimmen ihre Höhe?

 

Lohnsteuer: Wie hoch ist sie und welche Faktoren bestimmen sie?

Ein gewisser Teil des Einkommens aus nicht selbstständiger Arbeit wird vom Arbeitgeber als Lohnsteuer einbehalten. Die Höhe der Lohnsteuer orientiert sich am Verdienst und an der Steuerklasse, der der Arbeitnehmer zugeordnet ist. Abhängig von der Steuerklasse werden bestimmte Steuerfreibeträge gewährt, die beim Lohnsteuerabzug unmittelbar berücksichtigt werden. In den Steuerklassen 1 bis 5 muss Lohnsteuer gezahlt werden, wenn der monatliche Verdienst einen bestimmten Betrag übersteigt, der je nach Steuerklasse unterschiedlich hoch ausfällt.

 

Die nachfolgende Übersicht veranschaulicht, wer in welcher Steuerklasse ab einem bestimmten monatlichen Verdienst Lohnsteuer abführen muss:

 

  • Singles (Steuerklasse 1) ab 934 Euro monatlich
  • Alleinerziehende (Steuerklasse 2) ab 1.115 Euro monatlich
  • Verheiratete – Besserverdiener (Steuerklasse 3) ab 1.770 Euro monatlich
  • Verheiratete (Steuerklasse 4) ab 934 Euro monatlich
  • Verheiratete – Geringverdiener (Steuerklasse 5) ab 99 Euro monatlich

 

Anderes gilt für diejenigen, die einen Nebenjob ausüben und Steuerklasse 6 zugeordnet sind. Ausnahmsweise ist die Lohnsteuer in Steuerklasse 6 nicht an eine bestimmte Höhe des Verdienstes gekoppelt. Stattdessen muss in Steuerklasse 6 immer Lohnsteuer gezahlt werden, und zwar unabhängig davon, wie hoch der Nebenverdienst ausfällt.

 

Lohnsteuer berechnen – so geht´s

Wer die Lohnsteuer berechnen möchte, muss sich zunächst über die Steuerfreibeträge in seiner Steuerklasse informieren. Anschließend wird das jährliche Bruttoeinkommen errechnet, von dem die Steuerfreibeträge abgezogen werden, woraus sich das zu versteuernde Einkommen ergibt. Berechnungsgrundlage für die Höhe der Steuerlast ist das Bruttoeinkommen, das durch zwölf Monate geteilt wird.

Der Einfachheit halber ist es empfehlenswert, einen Lohnsteuer-Rechner zu verwenden. Das gilt insbesondere dann, wenn es um kompliziertere Berechnungen geht, bei denen zum Beispiel das Ehegatten-Splitting berücksichtigt werden muss.

 

Lohnsteuerpauschalierung: Was ist die pauschale Lohnsteuer?

Die pauschale Lohnsteuer wird nicht in Abhängigkeit von der Höhe des Arbeitslohns und anderen Faktoren erhoben. Stattdessen entscheidet ein bestimmter Prozentsatz über ihre Höhe, bei dem zwischen dem Pauschalsteuersatz in Höhe von 25 Prozent, von 20 Prozent, 15 Prozent, 5 Prozent und 2 Prozent differenziert wird.

 

  • Der Pauschalsteuersatz beträgt bei einer kurzfristigen Beschäftigung 25 Prozent.
  • Wird im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung in einem geringen Umfang und für einen geringen Arbeitslohn gearbeitet, beträgt der Pauschalsteuersatz 20 Prozent.
  • Die pauschale Lohnsteuer beträgt 15 Prozent bei Fahrtkostenzuschüssen, die der Arbeitgeber für Fahrten zwischen Wohnung und täglicher Arbeitsstätte zahlt.
  • Der Pauschalsteuersatz wird mit 5 Prozent veranschlagt, wenn Aushilfskräfte in Betrieben der Land- und Forstwirtschaft typische land- oder forstwirtschaftliche Arbeiten verrichten.
  • Auf 2 Prozent senkt sich die pauschale Lohnsteuer bei einem geringfügigen Beschäftigungsverhältnis nach SGB IV, für die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung zu leisten sind.

 

Seit der Einführung der elektronischen Lohnsteuerkarte zum Januar 2013 wird das Lohnsteuer Formular elektronisch übermittelt. Das bedeutet, dass auch die Bemessungsgrundlagen nicht mehr auf der Lohnsteuerkarte, sondern in den elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmalen (ELSTAM) vermerkt sind, die sich jedoch inhaltlich nicht unterscheiden.

 

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Bildnachweis: fotolia.com Ⓒ Stockfotos-MG #99520192

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