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Venvie erklärt Abschreibungen

Mysterium Abschreibungen: Es ist einfacher als Sie denken

Vor 1 monat 0

Das Thema Abschreibung gehört zum Grundwissen im Bereich der Buchführung. Mit Abschreibungen erfasst man im betrieblichen Rechnungswesen Wertminderungen von Vermögensgegenständen, die planmäßig oder außerplanmäßig stattfinden können. Abschreibungen sind insbesondere steuerlich relevant. Da sie steuerabzugsberechtigt sind, helfen sie, das Steueraufkommen zu verringern, wobei es unterschiedliche Berechnungsmethoden gibt. Welche verschiedenen Arten und welche Abschreibungsgründe es gibt, wie Sie Abschreibungen buchen und berechnen – lesen Sie mehr!

 

Was sind Abschreibungen?

Eine Abschreibung ist im Rechnungswesen ein Instrument, um buchhalterisch Wertminderungen von Vermögensgegenständen aus Betriebsvermögen zu erfassen. Diese Wertminderungen beschreiben den Werteverzehr von Wirtschaftsgütern durch Abnutzung. Die Regeln der Abschreibung sind im Handelsgesetzbuch (HGB) gesetzlich normiert. Abschreibungsfähig sind materielle und auch immaterielle Güter, zum Beispiel Patente, Konzessionen und Lizenzen. Nach § 253 Abs. 2-4 HGB dürfen Vermögensgegenstände abgeschrieben werden, zu denen Wirtschaftsgüter des Anlage- und Umlaufvermögens zählen, nämlich Gebäude, Grundstücke, ein Fuhrpark, Maschinen, Werkzeuge, die Betriebs- und Geschäftsausstattung ebenso wie Konzessionen, Patente, Lizenzen und Forderungen. Es dürfen jeweils die gesamten Anschaffungskosten eines Wirtschaftsgutes abgeschrieben werden.

 

Die verschiedenen Arten von Abschreibungen

Bei Abschreibungen wird zwischen planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen differenziert.

  • Die planmäßige Abschreibung stellt den zu erwartenden Wertverlust durch Verschleiß beziehungsweise Abnutzung dar.
  • Die außerplanmäßige Abschreibung beschreibt einen Wertverlust, der nicht erwartet wird, wenn zum Beispiel der Vermögensgegenstand durch einen Unfall beschädigt wird oder untergeht. Deshalb wird die außerplanmäßige Abschreibung auch als Katastrophenverschleiß bezeichnet.

 

Die Abnutzungen oder Wertminderungen können durch unterschiedliche Ursachen und Gründe bedingt sein, nämlich Abnutzung durch Gebrauch, ein zeitlich bedingter Verschleiß über Jahre hinweg, Katastrophenverschleiß und die Abnutzung aufgrund der Witterungsverhältnisse. Daneben gibt es auch wirtschaftliche Gründe einer Abschreibung. Dazu zählen Marktpreisschwankungen, der Werteverlust aufgrund technischen Fortschritts, eine Veränderung der Nachfrage, Ineffizienz oder Fehlinvestitionen. Neben technischen und wirtschaftlichen Gründen gibt es auch rechtliche Abschreibungsgründe, zu denen der zeitliche Ablauf von Schutzrechten und Verträgen gehört.

 

Abschreibungen buchen: Lineare und degressive Abschreibungsmethode

In der Buchhaltung muss die Wertminderung von Wirtschaftsgütern richtig gespiegelt werden. Dies geschieht dadurch, dass der Vermögensgegenstand in jeder Rechnungsperiode abgeschrieben beziehungsweise abgewertet wird. Das kann auf zwei Arten geschehen, durch die lineare und die degressive Abschreibung.

 

  • Bei der linearen Abschreibungsmethode werden die Anschaffungskosten für die entsprechenden Wirtschaftsgüter nach Abzug eines Restwertes gleichmäßig auf die vermutete Nutzungsdauer verteilt und jährlich, also linear, abgeschrieben.
  • Im Gegensatz zur linearen Abschreibungsmethode werden bei der degressiven Abschreibung die Raten so verteilt, dass sie sich mit der Nutzungsdauer verringern. Dazu wird ein fester Prozentsatz gewählt, der jährlich vom jeweiligen Restwert abgeschrieben wird.

 

Abschreibung berechnen nach der linearen Abschreibungsmethode:

Ein Unternehmer kauft sich ein Auto, das ausschließlich als Geschäftsfahrzeug angerechnet wird. Nach der linearen Abschreibungsmethode könnte er bei einem Kaufpreis von 30.000 Euro das Fahrzeug auf fünf Jahre linear abschreiben und jährlich 6.000 Euro als Betriebsausgabe verbuchen und so die Steuerlast senken.

Abschreibung berechnen nach der degressiven Abschreibungsmethode:

Ist das Steueraufkommen im aktuellen Steuerjahr hoch, könnte der Unternehmer die Steuerlast durch die degressive Abschreibungsmethode senken. Für Fahrzeuge wird ein Prozentsatz von 30 Prozent angesetzt. Im ersten Jahr könnten bei einem Kaufpreis von 30.000 Euro zunächst 9.000 Euro (30 Prozent von 30.000 Euro) als Betriebsausgaben verbucht werden und im zweiten Jahr 6.300 Euro (30 Prozent von 21.000 Euro), wobei diese Berechnung bis zur Restzahlung fortgesetzt wird.

 

Ein Unternehmen kann die Abschreibungsmethode frei wählen. Neben der linearen und der degressiven Abschreibungsmethode gibt es auch noch Sonderabschreibungen. Wir helfen Ihnen die beste Methode für Ihr Unternehmen zu finden, erfahren Sie hier mehr.

 

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