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Selbständige arbeiten auch im Rentenalter Vollzeit

Vor 3 jahren 0

Es gibt immer mehr Menschen, die trotz Beginn des Rentenalters auch weiterhin einer beruflichen Tätigkeit nachgehen. Dies gilt für Selbständige und Angestellte sowie für Männer und Frauen gleichermaßen. „Arbeiten trotz Rente“ ist ein gesellschaftspolitisches Thema, welches das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) aufgegriffen und im Rahmen einer Studie untersucht hat. Das Ergebnis ist überraschend.

Arbeiten trotz Rente: Die Arbeitsgrundlagen der Studie der DIA

Durchgeführt wurde die Studie mit dem Arbeitstitel „Arbeiten trotz Rente: Warum bleiben Menschen im Ruhestand erwerbstätig?“ vom Deutschen Institut für Altersvorsorge. Das in Berlin ansässige Institut versteht sich als geistige Plattform für eine umfassende Auseinandersetzung über Altersvorsorge und Generationengerechtigkeit. Inhalt der Studie war die Frage, warum Menschen auch im Ruhestand erwerbstätig bleiben. Dabei wurde differenziert nach Menschen, die vor Antritt des Rentenalters abhängig, also als Arbeitnehmer beschäftigt waren, und solchen, die in der Vergangenheit einer selbstständigen Tätigkeit nachgegangen sind. Die vor dem Rentenalter ausgeübte Beschäftigung wurde dann in Relation zur der im Rentenalter ausgeübten Tätigkeit gesetzt.

Überraschende Ergebnisse der DIA-Studie

Ins Auge fällt ein überdurchschnittlich hoher Anteil von Selbständigen, die nach Rentenbeginn weiterhin einer Beschäftigung nachgehen. Anders als man jedoch vermutet, üben sie keine geringfügige Beschäftigung aus, sondern gehen einer Vollzeitbeschäftigung nach. Diese Tätigkeit wird im eigenen Unternehmen ausgeübt, wobei zumeist die bisherige Tätigkeit in gewohnter Weise fortgeführt wird. Dies geschieht, obwohl die Regelaltersgrenze erreicht wurde. Diese wird auch dann überschritten, wenn ein Anspruch auf eine gesetzliche Rente besteht.
Darin unterscheiden sich Selbständige von ehemaligen Arbeitnehmern, die im Rentenalter oftmals einer geringfügigen Beschäftigung oder einer Teilzeitbeschäftigung nachgehen, die an zweiter Position rangiert. Das wirklich Überraschende an dem Ergebnis der Studie ist, dass die Vollzeitbeschäftigungsverhältnisse im Rentenalter vorwiegend von Männern ausgeübt werden, die in sehr guten finanziellen Verhältnissen leben. Anders als man vielleicht vermuten könnte, verfügen diese über ein großes Haushaltsvermögen und müssten insoweit keiner Beschäftigung zur Finanzierung des Lebensunterhalts nachgehen. Sie kommen aus Haushalten, die ein Vermögen von mehr als 250.000 Euro aufweisen. Immerhin nehmen sie einen Prozentsatz in Höhe von 40 Prozent unter den im Rentenalter Beschäftigten ein. Dagegen kommt die Ausübung einer geringfügigen Beschäftigung bei selbständig arbeitenden Männern sehr selten vor.

Anders verhält es sich bei Frauen. Unabhängig von der Zugehörigkeit zu einer Vermögensgruppe üben sie im Rentenalter eine geringfügige Beschäftigung aus, dicht gefolgt von der an zweiter Stelle rangierenden Teilzeitbeschäftigung. Dies gilt übrigens auch für Frauen, die in einem Familienunternehmen aufgrund Familienzugehörigkeit mitarbeiten, während eine Vollzeitbeschäftigung von Frauen im Rentenalter auf jeden Fall eine Ausnahmeerscheinung ist. Doch auch unter Männern, die vor dem Eintritt ins Rentenalter einer abhängigen Beschäftigung im Angestelltenverhältnis nachgegangen sind, ist die überwiegende Erwerbsform die geringfügige Beschäftigung.

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