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Steuerspartipps Selbstständige von Venvie

Als Selbstständiger steuerliche Vorteile nutzen

Vor 2 jahren 0

Im Vergleich zu Arbeitnehmern tragen Selbstständige für Ihr Unternehmen die alleinige Verantwortung. Im Gegenzug haben sie dafür deutlich mehr steuerliche Gestaltungsspielräume, sodass sie die Höhe der Einkommensteuer (mehr zum Thema hier) durch eine ausgewogene Balance zwischen Einnahmen und Ausgaben besser beeinflussen können. Das ist allerdings nur unter der Voraussetzung möglich, dass sie die Spielregeln kennen und beherrschen. Denn Wissen ist in diesem Fall bares Geld. Wie Sie als Selbstständiger oder Freiberufler Steuern sparen – lesen Sie mehr.

 

Selbstständige und Freiberufler: Steuern sparen beim Start in die Selbstständigkeit

Der Start eines Unternehmens muss dem Finanzamt innerhalb eines Monats mitgeteilt werden. Dazu füllen Sie den „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“ online oder offline aus. Die darin gemachten Angaben haben finanzielle Konsequenzen, weshalb es sich lohnt, den Fragebogen sorgfältig auszufüllen. Der Fragebogen verfolgt das Ziel herauszufinden, ob Sie Umsatzsteuer-Voranmeldungen oder Lohnsteuer-Anmeldungen einreichen oder Einkommensteuer-Vorauszahlungen entrichten müssen. Es geht also um Steuereinnahmen und darum, ob Sie Einkünfte aus Gewerbebetrieb oder aus freiberuflicher Tätigkeit erzielen. Während Sie als Gewerbetreibender Einkommen- und Gewerbesteuer zahlen, unterliegen Sie als Freiberufler lediglich der Einkommensteuerpflicht.

In diesem Zusammenhang ist auch die Wahl der Rechtsform von entscheidender Bedeutung. Sobald Sie Gewinne einfahren, kann sich ein Wechsel zur Rechtsform einer GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung) lohnen. Der Vorteil der GmbH liegt nicht nur in der Haftungsbeschränkung auf das Stammkapital. Sie können sich als Chef ein ordentliches Gehalt plus Altersvorsorge genehmigen und es als Betriebsausgaben absetzen.
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Steuern Freiberufler: Umsatzsteuerzahlungen sind Betriebsausgaben

Als Selbstständiger erstellen Sie entweder eine Bilanz oder eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR). Freiberuflern steht, unabhängig von dem erwirtschafteten Gewinn, die einfachere EÜR offen, während Gewerbetreibende an bestimmte Voraussetzungen gebunden sind. Liegt Ihr Gewinn als Gewerbetreibender nicht höher als 60.000 Euro und liegt Ihr Umsatz nicht höher als 600.000 Euro, reicht eine EÜR aus. Dann kommt es darauf an, dass Sie die Umsatzsteuer in der Einnahmen-Überschuss-Rechnung richtig behandeln. Die Umsatzsteuerzahlungen an das Finanzamt werden nämlich als Betriebsausgaben in der EÜR berücksichtigt. Sind Steuerbescheide bereits bestandskräftig, kann dieser Fehler im Nachhinein nicht mehr korrigiert werden.

 

Freiberufler: Steuern und Abgaben senken

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten für Selbstständige und Freiberufler, Steuern und Abgaben zu senken.

 

  • Die Zahlungen zur gesetzlichen Rentenversicherung, an ein berufsständisches Versorgungswerk oder an eine Rürup-Versicherung können steuerlich abgesetzt werden. Bevor Sie mit einem Unternehmen in die Selbstständigkeit starten, sollten Sie klären, ob Sie zu den Pflichtversicherten gehören oder ob es sich lohnt, sich freiwillig in der gesetzlichen Rentenversicherung zu versichern.
  • Seit dem Jahr 2010 sind die Beitragszahlungen zur Krankenversicherung vollständig absetzbar. Das gilt zumindest für die Basistarife der privaten und der gesetzlichen Krankenversicherung. Nicht absetzbar ist zusätzlicher Krankenschutz, wozu Zusatzversicherungen sowie Wahl- und Zusatztarife gehören.
  • Das gilt gleichermaßen für die Beitragszahlungen in die gesetzliche und die private Pflegeversicherung, die ebenfalls steuermindernd in Abzug gebracht werden können.

 

Zusätzliche Vorsorgeaufwendungen sind nur begrenzt steuerlich absetzbar. Begrenzt deshalb, weil es bestimmte Jahreshöchstgrenzen gibt, die für Selbstständige, die ihre Krankenversicherungskosten eigenverantwortlich aufbringen, bei 2.800 Euro im Jahr liegt. Nur wenn diese Höchstgrenze nicht erreicht wird, können Sie Zahlungen für die Haftpflichtversicherung, für die Unfall- und Berufsunfähigkeitsversicherung und für die Arbeitslosenversicherung bis zu der genannten Höchstgrenze absetzen. Ansonsten fallen diese Vorsorgeaufwendungen in steuerlicher Hinsicht unter den Tisch.

 

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