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Spargeld im Ausland erklärt

Spargeld im Ausland – wo Ihr Geld sicher ist und wo nicht

Vor 2 Monaten 0

Trotz steigender Inflationsrate und wachsender Kritik hält Mario Draghi, der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), auch weiterhin an der Nullzinspolitik fest. Kritiker weist er zurück, indem er erklärt, dass Geldpolitik nicht dazu bestimmt sei, Sparer glücklich zu machen. Während die einen von Billigkrediten profitieren, verlieren deutsche Sparer durch kaum messbare Zinsen Milliarden Euro. Da bleibt die Suche nach Alternativen seitens der Sparer nicht aus. Doch wie sicher ist es, Spargeld im Ausland anzulegen?

 

Gesetzliche Mindeststandards in den EU-Staaten

Kapitalanlagen sind Vertrauenssache. Das gilt umso mehr, wenn Kunden keine Schulden machen, sondern einer Bank ihr Erspartes anvertrauen. Im Falle eines Konkurses der Bank könnte das Geld verloren sein. Andererseits werden im Ausland Renditen angeboten, die denen der deutschen Finanzinstitute weit überlegen sind.

EU-Staaten sind verpflichtet, die Spareinlagen jedes Kunden bis zu einer Höhe von mindestens 100.000 Euro Gegenwert zu sichern. Diesbezüglich gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder garantiert der jeweilige Staat für diese Summen oder er verpflichtet seine Banken dazu, einen entsprechenden Einlagensicherungsfonds einzurichten. Es sind vor allem Österreich, Großbritannien, die Niederlande und neben Deutschland auch Frankreich, die aufgrund der Einlagensicherung als sicherer Hafen für Kapitalanleger galten. Anleger legen insbesondere Wert auf eine hohe Rendite, die unter anderem von Anlagevermittlern im Internet geboten wird. So gibt es beispielsweise Festgeld- und Tagesgeldkonten in anderen EU-Staaten, unter anderem in Schweden, Italien, Portugal, Polen, Bulgarien und Tschechien, die hohe Renditen versprechen und die über deutsche Internetportale vermittelt werden. Das klingt verlockend. Dennoch sollten Sparer genau hinschauen und sich umfassend informieren.

 

Gefahren ausländischer Anlagevermittler

Zu den Anlagevermittlern, die Festgeldanlagen und Tagesgeldkonten bei Banken im europäischen Ausland in anderen EU-Staaten vermitteln, gehören unter anderem weltsparen.de und savedo.de. Viele der vermittelten Banken befinden sich in Ländern, deren Wirtschaftskraft von Rating-Agenturen wesentlich niedriger eingestuft wird als beispielsweise die von Deutschland. Die entscheidende Frage in diesem Zusammenhang ist, ob in diesen Ländern die EU-Einlagensicherung im Falle einer Bankpleite funktioniert. Insoweit sollten Kapitalanleger zwei Kriterien berücksichtigen: Zum einen kommt es auf eine gute Verzinsung an, zum anderen sollten die vermittelten Banken die Stabilitätskriterien erfüllen.

 

Geld im Ausland anlegen: Sicherheit von Einlagen im europäischen Ausland

Anleger sind mit der grundsätzlichen Frage konfrontiert, ob die Einlagen im Ausland ebenso sicher sind wie in Deutschland. Grundsätzlich unterliegen sie den einheitlichen Regeln der EU-Einlagensicherung. Danach müssen alle Banken dem europäischen Einlagensicherungssystem angehören, sodass Guthaben bis zu einer Höhe von 100.000 Euro pro Bank und Sparer abgesichert sind. So steht es auf dem Papier. Ob die gesetzliche Einlagensicherung zuverlässig im Falle einer Bankenpleite funktioniert, ist nicht sicher. Ohnehin ist die Sicherheit von Geldanlagen auch von den wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen in dem jeweiligen Land abhängig. Mitte 2014 gerieten beispielsweise die portugiesische Banco Espirito Santo (BES) und die bulgarische Fibank ins Schlingern, wobei die BES durch eine staatliche Kapitalspritze gerettet werden konnte.

 

Unser Tipp:

Anlegern und Sparern geht es neben attraktiven Zinsen vor allem um Sicherheit. Sehr empfehlenswert sind die strengen Stabilitätskriterien, die Finanztip an Kapitalanlagen im Ausland stellt, nachzulesen auf: https://www.finanztip.de/sichere-banken/. Zu diesen Stabilitätskriterien gehört neben guten Zinsen vor allem die Bewertung, die das Land und die Bank erhalten. Finanztip hat außerdem Ratgeber zu Festgeldkonten (Quelle: https://www.finanztip.de/festgeld/) und Tagesgeldkonten (Quelle: https://www.finanztip.de/tagesgeld/) veröffentlicht, die seriös und absolut empfehlenswert sind.

 

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