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Tipps für die Steuererklärung von Berufseinsteigern

Vor 2 jahren 0

Das Studium ist beendet, der erste Job beginnt und nun steht die erste Steuererklärung an. Was viele Berufseinsteiger nicht wissen: gerade jetzt können sie besonders viele Kosten von der Steuer absetzen.

Kosten für Studium und Ausbildung  in Steuererklärung ansetzen

Kosten für ein Erststudium oder eine erstmalige berufliche Ausbildung können im Rahmen der Sonderausgaben bis maximal 6000 Euro pro Jahr geltend gemacht werden. Für das Zweitstudium oder die Zweitausbildung, beispielsweise ein Masterstudium oder Studium nach der Ausbildung, können die Kosten in unbegrenzter Höhe als vorweggenommene Werbungskosten in der Steuererklärung angesetzt werden.

Werbungskosten und Sonderausgaben –  Was ist das?

Die Unterscheidung zwischen Kosten für die Erstausbildung (Sonderausgaben) und Aufwendungen für die Zweitausbildung (Werbungskosten) bedeutet einen enormen finanziellen Unterschied, denn diese Kosten gehören in unterschiedliche Bereiche der Steuererklärung.

Sonderausgaben sind Kosten, die privat veranlasst sind, mit dem Job nichts zu tun haben, aber dennoch zum Steuern sparen genutzt werden dürfen. Allerdings helfen sie nur, wenn Sie im Jahr Ihrer Entstehung mit Einkünften verrechnet werden können. Tipp: Diese Aufwendungen kann man übrigens bis zu vier Jahre rückwirkend geltend machen, sofern in den betreffenden Jahren keine Steuererklärung gemacht wurde.

Werbungskosten sind laut Einkommensteuergesetz „Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der Einnahmen“. Also alle Ausgaben, die durch den Beruf veranlasst werden. Sie können übrigens in spätere Jahre vorgetragen werden bzw. in frühere Jahre zurückgetragen werden. Sie haben jetzt nicht verstanden, was das genau bedeutet? Dann kontaktieren Sie uns gerne, wir beraten Sie zur Erstellung der Einkommensteuer.

Steuern sparen als Arbeitnehmer

Natürlich haben Sie als Arbeitnehmer auch viele Möglichkeiten, Steuern zu sparen. Bewerbungskosten, Fachbücher, Fahrtwege zur Arbeit, Reisekosten, Arbeitskleidung, Telefonkosten und vieles mehr. Eine kurze Anmerkung zum Thema Arbeitskleidung: Leider gilt dies nicht für Business-Kleidung, die aufgrund eines vorgeschriebenen Dresscodes gekauft werden muss. Generell wichtig ist aber, dass Sie alle Belege immer aufbewahren. Weiterhin müssen die Kosten dieser Aufwendungen höher sein, als der Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 1000 Euro.

Mit Fahrtkosten zur Arbeit schnell über dem Pauschbetrag

Um den Pauschbetrag zu überschreiten, bedarf es meist einem hohen Kostenblock. Aber schon ein einfacher Weg zur Arbeit von 15 km, den Sie jeden Tag zur Arbeit fahren, reicht aus, um die Werbungskostenpauschale zu überschreiten. Die maßgebende Entfernung für die Berechnung der Entfernungspauschale ist, auch bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, immer die kürzeste Strecke vom Wohnort hin zum Arbeitsort. Leider verfügt auch das Finanzamt über eine Verbindung, weswegen es durchaus vorkommt, dass Ihre Angaben mithilfe von Google Maps überprüft werden. Schummeln bei der Wegstrecke nützt also nichts.

Umzug aus beruflichen Gründen

Es geht hinaus, in die Welt. Sie haben einen neuen Job, müssen aber in eine andere Stadt umziehen. Auch hier können Sie das Finanzamt an Ihren Kosten beteiligen. Allerdings nur im Rahmen der offiziellen Beauftragung eines Umzugsunternehmens. Eine erfreuliche Sache ist, dass sich der Staat auch an „privat motivierten“ Umzügen beteiligt. Somit möchte er unterstützen, dass Umzüge von „offiziellen“ Umzugsunternehmen gehandhabt werden und nicht durch Schwarzarbeit.

Doppelte Haushaltsführung

Sofern Sie aus beruflichen Gründen in Ihrem Arbeitsort einen Zweitwohnsitz benötigen, machen sich diese Kosten auch sehr schnell bei der Steuerlast bemerkbar. Die sogenannte doppelte Haushaltsführung ist aber an viele Bedingungen geknüpft und mit vielen Gestaltungsspielräumen verbunden, die Ihre Steuerersparnis beeinflussen können.

Reisekosten

Wenn Sie im Rahmen Ihrer beruflichen Tätigkeit viel reisen müssen und der Arbeitgeber nicht alle Reisekosten erstattet, sollten Sie alle Reisen sorgfältig dokumentieren, damit Sie den verbleibenden Rest steuerlich geltend machen können und Ihnen das Finanzamt keine Probleme bereitet.

Belege über das Jahr sammeln

Das ist unser Tipp für Sie. Sammeln Sie über das Jahr so viele Belege wie möglich, um mit weiteren Werbungskosten über die Pauschbetrag-Grenze zu kommen. Auch wenn es lästig ist: Kleinvieh macht Mist und besser man gibt in der Erklärung im Zweifel zu viel an, als zu wenig.

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