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Besteuerung einer GmbH - Venvie informiert

Die Steuerlasten einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Vor 1 monat 0

Eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) wird auf vielfache Weise mit Steuern belastet. Die GmbH Steuern sollten vor allem diejenigen kennen, die ihre Rechtsform wechseln oder die ein Unternehmen neu gründen und sich für eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung entscheiden. Schließlich sind Steuern für jedes Unternehmen eine wichtige Komponente der Finanzplanung. Welche Steuern eine GmbH an den Fiskus abführen muss – lesen Sie mehr.

 

Steuern einer GmbH: Die Körperschaftssteuer als wichtigste Steuer für Kapitalgesellschaften

Natürliche Personen unterliegen der Einkommensteuer. Anderes gilt für die GmbH, die zu den Kapitalgesellschaften gehört. Das bedeutet, dass sie als juristische Person in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft nicht der Einkommensteuer, sondern der Körperschaftssteuer unterliegt. Rechtsgrundlage ist das Körperschaftssteuergesetz (KStG) und hier insbesondere § 1 Abs. 1 KStG. Bei der Körperschaftssteuer handelt es sich um einen linearen Steuertarif, sodass das zu versteuernde Einkommen beziehungsweise der Gewinn einer GmbH als Kapitalgesellschaft linear mit 15 Prozent Körperschaftssteuer besteuert wird.

Hinzu kommen 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag auf Basis der Körperschaftssteuer und gegebenenfalls noch die Gewerbesteuer, die je nach Gemeinde variiert. Diesbezüglich muss mit einem Steuersatz für eine GmbH von weiteren 15 Prozent gerechnet werden, wobei die Gewerbesteuer in Großstädten oftmals höher ausfällt. Insgesamt muss eine Kapitalgesellschaft wie die GmbH in der Summe aus Körperschaftssteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer eine Steuerlast von rund 30 Prozent tragen, wobei dieser Prozentsatz im konkreten Einzelfall nach oben oder unten abweichen kann.

 

Zusätzliche GmbH Steuern bei Gewinnausschüttung

Erklärtes Ziel einer GmbH ist die Generierung von Gewinnen. Diese Gewinne dürfen nicht ohne weiteres der GmbH entzogen werden. Stattdessen müssen unter anderem vorsteuerrechtliche Vorschriften und die Einhaltung des GmbH-Gesetzes beachtet werden. Zunächst müssen mit den Gewinnen eines Wirtschaftsjahres mögliche Verluste der Vorjahre ausgeglichen werden.

Beschränkungen der Handlungsfreiheit können sich auch aus dem Gesellschaftsvertrag ergeben. Außerdem muss der Grundsatz des Kapitalerhalts eingehalten werden. Danach darf kein Kapital ausgeschüttet werden, wenn dadurch das Stammkapital unterschritten wird. Verbleibt der Gewinn nicht in der Gemeinschaft, sondern wird er an die einzelnen Gesellschafter ausgeschüttet, muss dies gemäß den Anteilen der einzelnen Gesellschafter erfolgen.

Seit 2009 greift bei Gewinnausschüttungen die Abgeltungssteuer. Das bedeutet, dass auf die ausgeschütteten Beträge eine Abgeltungssteuer in Höhe von 25 Prozent des Ausschüttungsbetrages, Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5 Prozent der Abgeltungssteuer und gegebenenfalls noch Kirchensteuer zu entrichten sind.

 

Weitere Steuern für eine GmbH

Es gibt weitere Steuerarten, die von einer GmbH zu leisten sind, nämlich diese:

  • Sofern die GmbH Arbeitnehmer beschäftigt, zu denen auch Gesellschafter-Geschäftsführer und angestellte Gesellschafter gehören, müssen von der gezahlten Arbeitsvergütung Lohnsteuer und bei Kirchenzugehörigkeit auch Kirchensteuer sowie der Solidaritätszuschlag auf die Lohnsteuer an das Finanzamt abgeführt werden.
  • Die in den §§ 34 ff. EStG (Einkommensteuergesetz) normierte Kapitalertragsteuer ist eine Erhebungsart der Einkommensteuer. Sie entsteht in dem Zeitpunkt, in dem die Gewinnausschüttung den Anteilseignern zufließt und ist im Regelfall mit einem Steuersatz von 20 Prozent zu berechnen.
  • Zu den GmbH Steuern gehört auch die Umsatzsteuer, die auf jede Warenlieferung und Dienstleistung, auf die Einfuhr sowie die Entnahme von Dienstleistungen und Waren aus dem Unternehmen zu entrichten ist, sofern keine Befreiungsvorschriften gelten. Der Regelsteuersatz liegt aktuell bei 19 Prozent.
  • Soweit eine GmbH Grundvermögen in Form von bebauten und unbebauten Grundstücken besitzt, sind diese grundsteuerpflichtig. Der Grundsteuer-Hebesatz variiert je nach Gemeinde und ist oftmals ein Kriterium für die Standortwahl.
  • Erwirbt eine GmbH Grundvermögen, so fällt einmalig die Grunderwerbsteuer an, deren Bemessungsgrundlage der gezahlte Kaufpreis ist, der mit dem Grunderwerbsteuersatz multipliziert wird, der seit 2009 bei 4,5 Prozent liegt.

 

Sie sind Unternehmer und wollen mehr über Steuern erfahren? Dann finden Sie hier mehr Informationen. Die Steuererklärung können wir, das Team von Venvie, auch ganz einfach für Sie online übernehmen. Berechnen Sie mit dem Kostenrechner Ihre Ersparnis. Für Fragen nehmen Sie jederzeit gerne Kontakt zu uns auf.

 

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