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Steuerspartipps für Rentner

Vor 2 jahren 0

In unserer Blogreihe zum Thema Steuerspartipps haben wir uns bereits mit den Steuererklärungen von Vermietern, Berufseinsteigern, Eltern und Selbstständigen befasst. Wer denkt, das Thema Steuern sei mit der Rente passé, liegt gänzlich falsch. Längst sind die Zeiten vorbei, in denen der Eintritt in das Rentenalter mit dem Abschied vom Finanzamt verbunden war. Wer heute mehr als 1.300 Euro Rente erhält, muss mindestens 100 Euro Steuern im Jahr einkalkulieren. Auch eine Rentenerhöhung kann dazu führen, dass sich Senioren wieder mit der Steuererklärung beschäftigen müssen. Doch auch für Rentner gibt es legale Möglichkeiten, die Steuerlast zu senken oder unter die Steuergrenze zu rutschen. Wie das funktioniert – lesen Sie mehr.

 

Steuererklärung für Senioren: Steuermindernde Ausgaben

Bis 2004 war die Steuererklärung für Rentner kein Thema. Das änderte sich mit dem Alterseinkünftegesetz. Seitdem sind auch Rentner steuerpflichtig, sofern ihr Einkommen den Grundfreibetrag, das ist das steuerfreie Existenzminimum, übersteigt. Der Grundfreibetrag lag 2015 bei 8.472 Euro für Alleinstehende und bei 16.944 Euro für Verheiratete. Seitdem heißt es auch für Rentner: Belege sammeln. Sie sind ein Nachweis für Ausgaben und helfen, die Steuerlast zu senken. Steuermindernd wirken sich unter anderem Werbungskosten, Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen und der Altersentlastungsbetrag aus.

 

Werbungskosten

Für Rentner entstehen selten Kosten, die als Werbungskosten in Abzug gebracht werden können. Dennoch ist es möglich, eine Pauschale von 102 Euro als Werbungskosten in der Steuererklärung geltend zu machen. Zu den Werbungskosten zählen unter anderem Kosten für die Rechts- und Steuerberatung, Kreditzinsen, Gewerkschaftsbeiträge sowie die freiwillige Nachzahlung von Rentenversicherungsbeiträgen.

 

Sonderausgaben

Auch bei den Sonderausgaben kann eine Pauschale in Höhe von 36 Euro geltend gemacht werden. Gerade bei Rentnern liegt in den Sonderausgaben ein hohes Potenzial, die Steuerlast zu senken. Dazu gehören Vorsorgeaufwendungen, unter anderem die Beitragszahlungen für die Kranken- und Pflegeversicherung sowie für die Haftpflicht- und Unfallversicherung. Auch Kirchensteuer und Spenden sowie die Kosten für Handwerker und Haushaltshilfen gehören zu den Sonderausgaben.

 

Außergewöhnliche Belastungen

Eine Pauschale gibt es hier nicht. Außergewöhnliche Belastungen sind Arzt- und Krankheitskosten, deren Höhe über der zumutbaren Belastung liegen. Auch Kuren, Klinikaufenthalte, Arzneimittel sowie Heil- und Hilfsmittel, die vom Arzt zwar verordnet, deren Kosten jedoch nicht von der Krankenkasse gezahlt werden, sind über außergewöhnliche Belastungen abzugsfähig. Das gilt auch für mögliche Pflegekosten.

 

Fazit

Nur wenn die Ausgaben die zumutbare Eigenbelastung übersteigen, müssen Rentner keine Steuern bezahlen. Wo diese Grenze liegt, ist abhängig vom Familienstand, von der Zahl der Kinder sowie von der Höhe der Einkünfte. Die Höhe der Einkünfte errechnet sich aus den Einnahmen, die die Summe sind aus der gesetzlichen Rente, aus Riester- und Betriebsrenten, aus Mieteinnahmen und Kapitaleinkünften sowie aus Zinsen. Rentner, die älter sind als 64 Jahre, können vom Altersentlastungsbetrag profitieren, der von der Summe der Einkünfte abgezogen wird, woraus sich dann der Gesamtbetrag der Einkünfte errechnet. Der maßgebende Altersentlastungsbetrag hängt von dem Kalenderjahr ab, das auf die Vollendung des 64. Lebensjahrs folgt.

Sie sind nach unseren Tipps dennoch unsicher, wie Sie Ihre Steuererklärung zukünftig zu behandeln haben? Kommentieren Sie verbleibende Fragen unter diesem Beitrag oder nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf. Möchten Sie sich vorab über mögliche Kosten unserer Leistungen erkundigen, nutzen Sie gerne unseren Kostenrechner. Wir stehen Ihnen mit Rat und Tat rund um Ihre Steuererklärung zur Seite.

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