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Steuerspartipps für Selbstständige, Unternehmer und Freiberufler

Vor 2 jahren 0

Mit unserer Beitragsreihe über Steuerspartipps haben wir bereits neben allgemeinen Spartipps auch Tipps und Tricks für Eltern, Berufseinsteiger und Vermieter erörtert, um Ihnen ein größeres Know-How rund um Ihre Steuererklärung zu ermöglichen.

Mit diesem Artikel möchten wir uns auch an Selbstständige wenden, denn: Wissen bringt bares Geld, weshalb Selbstständige, Unternehmer und Freiberufler die Klaviatur der steuerlichen Spielregeln beherrschen sollten. Sie haben gegenüber Arbeitnehmern sehr viel mehr steuerlichen Gestaltungsspielraum. Es gibt vielfältige Möglichkeiten, auf legale Weise Ausgaben gewinnmindernd von der Steuer abzusetzen und die Einkommensteuer zu reduzieren. Nutzen Sie diese – erste Anregungen erhalten Sie hier.

 

Steuern sparen bei Fahrtkosten, Reisekosten und Bewirtungskosten

Wer seinen Pkw zu mehr als 90 Prozent beruflich nutzt, kann ihn als Arbeitsmittel steuerlich geltend machen. Das bedeutet, dass alle Aufwendungen, zum Beispiel AfA (Absetzung für Abnutzung), Zinsen und Versicherungen als Werbungskosten abzugsfähig sind. Nicht nur Liebe geht durch den Magen, sondern auch Geschäftsabschlüsse werden gern bei gutem Essen getätigt. Deshalb können die Bewirtungskosten, die bei Essen mit Kunden, Geschäftspartnern oder Mitarbeitern anfallen, zu einem großen Teil als Betriebsausgaben in der Steuererklärung aufgeführt werden. Voraussetzung ist allerdings, dass diese Kosten angemessen und plausibel sind. Mit der Reisekostenreform im Jahr 2014 wurde mit der Neueinführung des Begriffs „erste Tätigkeitsstätte“ die bisherige Bezeichnung „regelmäßige Arbeitsstätte“ ersetzt. Die begriffliche Änderung hat sich auch auf die steuerliche Behandlung ausgewirkt. Die erste Tätigkeitsstätte ist nicht nur die ortsfeste Einrichtung des Arbeitgebers, sondern auch die Einrichtung eines vom Arbeitgeber bestimmten Dritten, wobei es sich um Outsourcing oder um einen längeren Projekteinsatz bei einem Kunden handeln kann. Dadurch wird der Rahmen der Reisekosten, die steuerlich geltend gemacht werden können, deutlich erweitert.

 

Steuerliche Geltendmachung des Arbeitszimmers und von Firmengebäuden

Die Voraussetzungen für die steuerliche Geltendmachung eines häuslichen Arbeitszimmers sind eng gefasst. Unbegrenzt abzugsfähig sind die Kosten für ein Arbeitszimmer, wenn es der Mittelpunkt der beruflichen Tätigkeit ist oder als Betriebsstätte genutzt wird. Trifft diese Voraussetzung nicht zu und steht für die im Arbeitszimmer ausgeübte Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung, dann sind diese Kosten dennoch als Betriebsausgaben abzugsfähig, allerdings nur bis zu einer Höhe von 1.250 Euro im Jahr. Wird ein Firmengebäude als Lagergebäude, als Büro oder als Produktionsstätte genutzt, um Einkünfte zu erzielen, dann sind auch die dort entstehenden Anschaffungs- oder Herstellungskosten steuerlich abzugsfähig.

 

Altersvorsorge und Rückstellungen in der Steuererklärung

Selbstständige, Unternehmer und Freiberufler können Altersvorsorgebeiträge in der Einkommensteuererklärung als Sonderausgabenabzug geltend machen. Ohnehin sollten Unternehmer ihre Altersvorsorge rechtzeitig planen. So sind beispielsweise Geschäftsführer einer GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung) verpflichtet, mindestens zehn Jahre vor dem geplanten Ruhestand in der Bilanz entsprechende Rückstellungen zu bilden. Diese können direkt vom Gewinn abgezogen werden, sodass sie sich steuermindernd auswirken. Wer nach dem Renteneintritt auch weiterhin arbeiten möchte, sollte mit der eigenen GmbH einen Beratervertrag abschließen. Das fortlaufende firmeneigene Gehalt und die Rentenzahlung könnten ansonsten vom Finanzamt als verdeckte Gewinnausschüttung gewertet werden.

 

Die Sache mit der Beschäftigung von Familienangehörigen

Auch Arbeitsverträge mit nahen Angehörigen oder mit dem Ehepartner beziehungsweise der Ehepartnerin bieten steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten und finanzielle Vorteile. So zählen beispielsweise Sonderzuwendungen an Familienangehörige zu den absetzbaren Betriebsausgaben, während Familienangehörige von der Steuerfreiheit dieser Einkünfte profitieren. Allerdings sollte das richtige Maß gewahrt werden, da Übertreibungen dem Finanzamt auffallen. So muss der Arbeitsvertrag dem sogenannten Fremdvergleich standhalten. Das bedeutet, dass er in dieser Konstellation auch mit einem anderen, fremden Arbeitnehmer abgeschlossen werden könnte.

 

ÜBRIGENS: Interessante steuerliche Möglichkeiten bieten auch sogenannte atypische stille Beteiligungen, bei denen der Gesellschafter nach außen nicht in Erscheinung tritt.

 

Fazit

Es zeigt sich, dass es gerade für Selbstständige eine Vielzahl von Möglichkeiten gibt, um steuermindernd zu handeln. Haben Sie weitere Fragen rund um das Thema Steuern sparen, nehmen Sie gerne Kontakt über das Venvie-Kontaktformular zu uns auf. Wir helfen Ihnen gerne weiter! Möchten Sie die Kosten einer Steuerberatung erfahren, nutzen Sie am besten unseren Kostenrechner – so wissen Sie noch vor einer Kontaktaufnahme, welche Kosten auf Sie zukommen.

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