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Steuerspartipps für Eltern – Beitrag 2

Vor 3 jahren 0

Unsere Venvie-Blogserie soll Ihnen helfen, sich im Bereich Steuern und Steuererklärungen besser zurechtzufinden und unsere Tipps auf Ihren individuellen Fall anwenden zu können. Letzten Monat haben wir mit allgemeinen Steuerspartipps begonnen. Darunter fielen Spendengelder und auch Versicherungen, die absetzbar sind. Wenn Sie weitere Fragen zu diesen Themen an uns haben, schreiben Sie uns gerne eine Mail an info@venvie.de oder kommentieren diesen Artikel.

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Was können Eltern von der Steuer absetzen?

Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen ist nicht leicht und sicher, Kinder sind etwas wunderbares aber eben auch teuer. Vom Kinderwagen bis zu Studiengebühren – das können und sollen Eltern nicht allein tragen müssen. Heute möchten wir den Eltern unter unseren Lesern Steuertipps zum Thema Besonderheiten für Familien geben. Denn Sie können den Staat an Ihren Kosten beteiligen und Ihre Steuerlast senken, zum Beispiel indem Sie Kosten für Kinderbetreuung absetzen.

1.       Die Wahl der richtigen Veranlagungsart

Schon verheiratet? Das könnte nämlich steuerliche Vorteile bringen. Nach der Heirat, werden Ehepartner bei der Einkommensteuer automatisch zusammen veranlagt. Sie erhalten also nur einen Steuerbescheid, auch wenn dies im Einkommensteuerformular nicht explizit angekreuzt wurde. Und das ist gut so, denn verheiratete Paare zahlen bei der sogenannten Zusammenveranlagung insgesamt weniger Steuern. Im Rahmen dieser Veranlagung werden die beiden Einkommen getrennt voneinander ermittelt und miteinander addiert, woraus sich dann das zu versteuernde Einkommen ergibt. Darauf wird dann der Splittingtarif angewandt. Steuerliche Vorteile winken vor allem dann, wenn Einkommensunterschiede existieren. Auch die Steuerklasse ist hier wichtig: Nach der Heirat rutscht man automatisch aus der Steuerklasse 1 in die Steuerklasse 4. Verdienen beide Ehepartner ungefähr gleich viel, dann lohnt sich der Wechsel in eine andere Steuerklasse nicht. Verdienen beide unterschiedlich, dann sollte der Ehegatte mit höherem Einkommen Steuerklasse 3 und der mit geringerem Einkommen Steuerklasse 5 wählen.

Beantragt einer der Ehepartner die getrennte Veranlagung, dann ist diese durchzuführen. Allerdings lohnt sich die Einzelveranlagung nur in Ausnahmefällen:

  • Lohnersatzleistungen: Hat ein Ehepartner Lohnersatzleistungen bezogen, wie beispielsweise Arbeitslosengeld oder Elterngeld?
  • Sonderausgaben: Versteuert ein Ehepartner Einkünfte aus selbständiger Arbeit, während der andere Arbeitnehmer ist?
  • Abfindung: Hat ein Ehepartner eine Abfindung erhalten? Diese kann nach der Fünftel-Regelung ermäßigt besteuert werden.
  • Verlust: Hat einer der Ehepartner negative Einkünfte? Bei der Einzelveranlagung können diese Verluste ins nächste Steuerjahr übertragen werden und werden nicht mit dem Einkommen des anderen verrechnet.

Lassen Sie sich bei uns beraten zum Thema Ehegattensplitting, wir zeigen Ihnen, auf was Sie in Ihrem Einzelfall genau achten müssen und berechnen Ihnen genau, welche Steuerklasse die beste ist.

2.       Kosten für ein Kind steuerlich absetzen

Für Familien mit Kindern, so sagte das Bundesfamilienministerium, muss es eine finanzielle Unterstützung des Staates geben. Aus diesem Grund wurde das Elterngeld eingeführt. Dieses bekommen frisch gebackene Eltern bei der Geburt Ihres Schützlings. Es soll Paare unterstützen, denn diese haben am Anfang unterschiedlich hohe Ausgaben für das Kind, was bei den monatlichen Ausgaben deutlich sichtbar wird. Um aus dem Elterngeld zu profitieren, sollten sich die Eltern vor der Geburt überlegen, zu heiraten, denn auch hier können noch einmal Vorteile entstehen. Elterngeld wird immer zusätzlich zum Kindergeld gezahlt und ist unabhängig vom Beruf der Eltern. Setzen Sie also die Kosten für Ihr Kind ab und sparen Sie für die Zukunft.

3.       Ausbildungskosten für Kinder absetzen

Sind Ihre Kinder schon älter und beginnen eine Ausbildung oder ein Studium, kann auch hier gespart werden. Für die Bezahlung einer Unterkunft außerhalb des Elternhauses und als Resultat für das Lernen in einer anderen Stadt, können Eltern bis zu 924 Euro im Jahr geltend machen. Diese Kosten können Sie bei Ihrer Steuererklärung unter Freibeträge für Kinder absetzen und somit für wichtigere Anschaffungen Ihres Kindes verwenden. Kosten für Kinder unter 14 Jahren, können als Sonderkosten abgesetzt werden, bei welchen das Finanzamt bis 4000 Euro im Jahr pro Kind in der Familie unterstützt.

Achtung! Kinder ab 18 Jahren bekommen kein Kindergeld mehr gezahlt. Jedoch können Sie diese Regelung für sich nutzen, indem Sie eine Besonderheit Ihres Kindes anmelden, beispielsweise die Berufsausbildung. Wenn Ihr Kind noch in der Ausbildung ist, bekommt es bis zum 25. Lebensjahr weiterhin Kindergeld vom Staat gezahlt. Sie müssen dies jedoch beantragen und eine geeignete Begründung dazu schreiben. Wir helfen Ihnen gern, bei der schriftlichen Erklärung Ihrer Anrechnung auf Kindergeld. Lesen Sie hier mehr dazu.

Fazit zu den Steuertipps für Eltern

Kinder sind für viele Eltern ein Segen, jedoch entstehen oft große Einkommenseinbußen. Aus diesem Grund sollten Sie sich informieren, welche Kosten Sie für Ihr Kind absetzen können und wie viel Elterngeld Sie erhalten. Denn viele wichtige Ausgaben für Ihr Kind können Sie von der Steuer absetzen und somit im Folgejahr als Startkapital nutzen. Bei Fragen zum Ehesplitting, der Kinderkostenabrechnung oder individuellen Angelegenheiten, schreiben Sie uns einfach einen Kommentar oder eine E-Mail. Wir helfen Ihnen jederzeit gern weiter.

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