info@venvie.de +49 (030) 375 92 11-0
Welche Steuern bezahlen müssen - erklärt von Venvie

Von diesen steuerlichen Vorteilen profitieren Beamte

Vor 2 jahren 0

Für Unternehmer bieten wir regelmäßig Steuertipps auf unseren Blog. Das Beamtentum nimmt allerdings eine Sonderstellung ein, deswegen möchten wir heute darüber informieren. Zahlen Beamte Steuern und wie viel Steuern zahlen Beamte sind Fragen, die diejenigen stellen, die nicht verbeamtet sind. Tatsächlich gibt es in Bezug auf die Sozialversicherungsbeiträge und auch bezüglich der Einkommensteuer Unterschiede zwischen Arbeitnehmern und Beamten. Welche Unterschiede das sind, wie sie sich auswirken, wie Versorgungsbezüge besteuert werden und welche Möglichkeiten Beamte haben, Steuervergünstigungen in der Einkommensteuererklärung geltend zu machen – lesen Sie mehr!

 

Zahlen Beamte Steuern und Sozialabgaben?

Ob Beamte Steuern und Sozialabgaben zahlen, kann nicht mit einem einfachen „Ja“ oder „Nein“ beantwortet werden. Stattdessen fällt die Antwort komplexer und differenzierter aus. Grundsätzlich zahlen Beamte Einkommensteuer, deren Höhe von der Höhe des Einkommens abhängig ist. Diesbezüglich gibt es jedoch die Besonderheit, dass sowohl aktive Beamten als auch Beamte im Ruhestand ihr Einkommen versteuern müssen. Eine weitere Besonderheit sind die Sozialversicherungsbeiträge.

Grundsätzlich leisten Beamte keine Beitragszahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung. Stattdessen erhalten sie eine Pension, die vom Staat als ihrem ehemaligen Arbeitgeber geleistet wird. Bezüglich der Kranken- und Pflegeversicherung können sich Beamte entscheiden, ob sie sich privat versichern oder freiwillig gesetzlich kranken- und pflegeversichert sind. Wer sich als Beamter privat versichert, muss die Kosten, ebenso wie alle anderen Privatversicherten, zunächst selbst tragen. Allerdings können Beamte die sogenannte Beihilfe in Anspruch nehmen, die 50 bis 80 Prozent der Kosten übernimmt. Diese Regelung gilt für freiwillig gesetzlich krankenversicherte Beamte nicht beziehungsweise nur in Ausnahmefällen.

 

Was Beamte von der Steuer absetzen können: Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen

Beamte können die Beitragszahlungen für die Kranken- und Pflegeversicherung als Sonderausgaben in die Steuererklärung eintragen und steuermindernd geltend machen. Das gilt jedoch nur für Leistungen, die die Grundsicherung in der Krankenversicherung betreffen. Sofern es sich um zusätzliche Leistungen handelt, zum Beispiel um eine Chefarztbehandlung, müssen Beamte für diese Leistungen selbst aufkommen. Das bedeutet, dass Beamte zusätzlich zur Beihilfe einen sogenannten Eigenbetrag leisten müssen, der nicht als Sonderausgaben steuermindernd geltend gemacht werden kann. Das gilt auch für andere Eigenbeträge, die ergänzend zur privaten Krankenversicherung freiwillig vom Versicherten geleistet werden.

Allerdings erkennt das Finanzamt Wahlleistungen im Krankheitsfall als außergewöhnliche Belastungen an. Fahrtkosten für Arztbesuche und die sogenannte Kostendämpfungspauschale können ebenfalls als außergewöhnliche Belastungen in die Steuererklärung eingetragen werden. Die Kostendämpfungspauschale ist ein pauschal festgelegter Eigenanteil, den der Beihilfeberechtigte für sich und beihilfeberechtigte Angehörige selbst tragen muss. Die Pauschale ist unabhängig von der Höhe des Einkommens, variiert je nach Bundesland und wird von der Beihilfe abgezogen. Außergewöhnliche Belastungen können allerdings nur dann steuermindernd geltend gemacht werden, wenn Belege über zusätzliche Kosten im Krankheitsfall und Nachweise über selbst gezahlte Beiträge erbracht werden. Nur wenn die Summe die persönlich zumutbare Belastung übersteigt, wirkt sich das steuermindernd aus.

 

Benötigen Sie Hilfe mit der Steuerklärung? Melden Sie sich einfach über unser Kontaktformular!

 

Die Besteuerung von Versorgungsbezügen

Beamte erhalten im Ruhestand keine Rente, sondern sogenannte Versorgungsbezüge, zu denen die Pension sowie das Witwengeld und Waisengeld gehören. Bei Versorgungsbezügen handelt es sich um Einkünfte aus nicht selbstständiger Arbeit. Während Arbeitnehmer in ihrem aktiven Arbeitsleben Beitragszahlungen in die gesetzliche Rentenkasse leisten, zahlen Beamte keine Beiträge in den gesetzlichen Rententopf ein. Im Gegenzug sind auf die Versorgungsbezüge in vollem Umfang Steuern fällig. Seit dem 1. Januar 2005 gilt das Alterseinkünftegesetz, das auch Änderungen in Bezug auf die Besteuerung von Ruhestandsgehältern vorsieht mit der Konsequenz, dass die bislang geltenden Vergünstigungen und Freibeträge schrittweise abgebaut werden.

Kennen Sie eigentlich schon unseren Kostenrechner? Dieser verrät Ihnen wie Sie mit der Online Steuerberatung von Venvie effektiv Kosten sparen können.

 

Bildnachweis: fotolia.com Ⓒ sepy #113231330

Schreibe einen Kommentar

Richtig sparen!
Ermitteln Sie Ihre detaillierte Kostenersparnis direkt online mit unserem Kostenrechner! Kostenlos, sicher und unverbindlich.

Archiv