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Was tun bei einer Nachzahlungsaufforderung vom Finanzamt?

Vor 4 jahren 0

Die einen haben sie schon, die anderen fürchten sie noch und erwarten ihren Steuerbescheid möglicherweise mit Widerwillen. Gemeint ist die Nachzahlungsaufforderung vom Finanzamt. Tatsächlich wünscht sich jeder eine satte Steuerrückzahlung, mit der das Budget aufgebessert oder notwendige Anschaffungen getätigt werden können. Sofern Sie aber eine Nachzahlungsaufforderung des Finanzamts erhalten haben, sollten Sie nicht allzu lange in Ihrem Ärger verharren, sondern umgehend handeln.

Den Steuerbescheid prüfen

Meistens sind es nur Kleinigkeiten, die einen fehlerhaften Steuerbescheid bedingen. Deshalb sollten Sie Schritt für Schritt Ihrer Steuererklärung und den Steuerbescheid noch einmal überprüfen. Möglicherweise haben Sie einen Haken fehlerhaft gesetzt oder beim Eintragen des Zahlenwerkes Ziffern verdreht. Vielleicht sind auch bestimmte Kosten vom zuständigen Sachbearbeiter nicht anerkannt worden. Dann muss das Finanzamt die Ablehnung allerdings begründen. Um die Steuererklärung schnell und einfach überprüfen zu können ist es wichtig, dass Sie sich vor ihrer Abgabe Kopien aller Formulare für Ihre Unterlagen anfertigen, mit deren Hilfe eine Überprüfung schnell und einfach möglich ist.

Einspruch gegen den Steuerbescheid einlegen – Form und Fristen

Stellen Sie fest, dass Ihr Steuerbescheid fehlerhaft ist, haben Sie die Möglichkeit, Einspruch beim Finanzamt einzulegen. Dafür müssen Sie Form und Fristen beachten. Das bedeutet, Sie müssen den Einspruch schriftlich formulieren, und zwar innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe des Steuerbescheides. Dabei muss erkennbar sein, dass es sich um einen Einspruch handelt, wer ihn einlegt und gegen was und gegen wen er gerichtet ist. Eine Begründung ist dabei nicht erforderlich, jedoch hilfreich.

Der Beginn der Monatsfrist ist vom Gesetzgeber klar definiert. Entscheidend ist das Datum des Poststempels plus drei Tage; sofern das Ende der Einspruchsfrist auf einen gesetzlichen Feiertag, einen Samstag oder Sonntag fällt, ist der darauf folgende Werktag für die Abgabe des Einspruchs maßgeblich. Ausnahmsweise können Sie eine sogenannte Wiedereinsetzung in den vorigen Stand beantragen, wenn Sie die Frist unverschuldet, beispielsweise aufgrund einer Urlaubsreise oder eines Krankenhausaufenthaltes, versäumt haben.

Beachten Sie bitte, dass ein Einspruch keine aufschiebende Wirkung hat und Sie verpflichtet sind, die Steuerschuld zunächst einmal fristgerecht innerhalb eines Monats nach Zustellung des Steuerbescheids zu bezahlen, also unabhängig davon, wie die Entscheidung über Ihren Einspruch ausfällt.

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