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Wohin mit gespartem Geld?

Vor 3 jahren 0

Die am 1. Juni 1998 gegründete Europäische Zentralbank (EZB) mit Sitz in Frankfurt am Main hat im Wesentlichen zwei Aufgaben, die Erhaltung der Preisstabilität und die Sicherstellung einer möglichst hohen Stabilität des Finanzsystems. Ein wichtiges Instrument für die Steuerung des Geld- und Kapitalmarktes ist der Leitzins, der durch die Weitergabe an Bankkunden Wirkung auf den gesamten Refinanzierungsmarkt hat und die Liquidität beeinflusst. Der Leitzins ist und bleibt niedrig. Das sollte Sparer dazu veranlassen, ihr Finanzportfolio zu prüfen und gegebenenfalls Geld umzuschichten.

Die Geldpolitik der EZB und die Konsequenzen für Sparer

Nach dem Motto „mehr Kredit, mehr Geld“ versucht die EZB, die Überschuldungskrise durch die Ausgabe einer zu großen Geldmenge und zu viel Kredit einschließlich künstlich herabgedrückter Zinsen zu überwinden. Diese Geldpolitik der EZB ist gesamtwirtschaftlich desaströs. Für Sparer bedeutet sie, dass mit dem Ersparten aufgrund des Niedrigzinses kaum noch Erträge erzielen werden. Ändern wird sich daran erst einmal nichts. Der seit dem 1. November 2011 amtierende Präsident der EZB, Mario Draghi, ist auf acht Jahre gewählt. Eine Wiederwahl ist allerdings nicht möglich. Dass er an dieser Geldpolitik festhalten wird, hat Draghi anschaulich bewiesen. Die EZB hat ihr Anleihenprogramm bis März 2017 verlängert und die Strafzinsen für Bankeinlagen bei der EZB erhöht. Damit sind die Zinsen für Sparer auf Niedrigniveau festbetoniert. Deshalb wird es Zeit, dass sich Sparer ihr Finanzportfolio ansehen und nach anderen Möglichkeiten suchen, um ihr Geld effizient zu vermehren, und zwar unabhängig vom Willen der Bürokraten in Brüssel und Frankfurt am Main.

Tipps, die beim Sparen helfen

Die nachfolgenden Tipps helfen, Geld so zu sparen und so anzulegen, dass es sich vermehrt – das ist der Sinn des Sparens – und auch in Notzeiten verfügbar ist.

1. Die jederzeit abrufbare Reserve
Wer kann, sollte ungefähr drei Nettomonatsgehälter als Reserve beiseite legen. Empfehlenswert ist ein Tagesgeldkonto bei einer Direktbank, wo das Geld zu einem, wenn auch geringen Satz verzinst wird. Dieses Geld ist für unvorhersehbare Ausgaben gedacht, zum Beispiel für die Reparatur des Autos oder der Waschmaschine.

2. Vorsicht! Sparen mit Spaßfaktor – die Regel von den drei Töpfen
Es ist sinnvoll, das Ersparte in drei Teile zu teilen, wobei die Gewichtung möglichst gleichwertig, aber dem persönlichen Geschmack entsprechend auch unterschiedlich ausfallen kann. Neben der jederzeit abrufbaren Reserve, können die Ersparnisse weiter aufgeteilt werden in einen Spargeld-Topf, einen Altersvorsorge-Topf und in einen Börsen-Topf.

(1) Der Spargeld-Topf
Der Spargeld-Topf ist sozusagen die Basisabsicherung. Er kann gefüllt werden mit dem bereits erwähnten Tagesgeldkonto, das der Überbrückung von Sonderausgaben dient. Größere Summen können auf Festgeldkonten mit unterschiedlichen Laufzeiten vermehrt werden. Sparpläne sind nur dann interessant, wenn sie die Bedingungen von Festgeldkonten übertreffen. Auch wenn Edelmetalle wie Gold und Silber keine Zinsen abwerfen, schützen Sie vor einer Hyperinflation sowie für den Fall, dass der Euro und das Währungssystem zerfallen.

(2) Der Altersvorsorge-Topf
Das ist zweifelsohne der Topf, der Kopfzerbrechen bereitet und an dem sich die Geister scheiden. Grundsätzlich stehen Arbeitnehmern Riester-Produkte offen ebenso wie die betriebliche und private Altersvorsorge. Selbstständige können anstelle der Riester-Rente mit der Rürup-Rente die staatliche Förderung nutzen. Ob die Rahmenbedingungen passen und die Förderung interessant ist, hängt vom Einzelfall ab. Auch die betriebliche Altersvorsorge wird staatlich mit Zulagen gefördert, nicht jedoch die private Altersvorsorge. Detaillierte Informationen über die Altersvorsorge gibt es in Finanztip, dem kostenfreien gemeinnützigen Online-Verbrauchermagazin auf www.finanztip.de/altersvorsorge-ratgeber/. Einen Online-Vergleich der Riester-Rente findet man auf www.versicherungs-angebot.focus.de/riester-rente-vergleich.

Es ist auch möglich, mit Fondssparplänen für das Alter vorzusorgen. Das erfordert jedoch absolute Disziplin, denn eine Geldentnahme vor Beginn des Rentenalters muss tabu sein. Weitere Information dazu gibt es auf www.finanztip.de/fondsgebundene-rentenversicherung/.

(3) Der Börsen-Topf
Die beste Alternative, um Geld zu vermehren, sind und bleiben Aktien. Zunächst reicht ein solider Fondssparplan aus, der langfristig ausgelegt sein sollte. Die besten Anbieter findet man auf Focus Online unter www.online-broker-vergleich.focus.de/. Es ist ein umfassendes Thema, das hier nur angerissen werden kann. Als Einstieg eignen sich kostengünstige Exchange Traded Funds (EFT), die in Bezug auf ihre Zusammensetzung einem Index folgen, zum Beispiel dem Dax oder dem EuroStoxx, und dadurch automatisch gestreut sind. Eine weltweite Streuung ist über den MSCI-World-Index möglich. Der Erwerb von gemanagten Fonds ist mit höheren Gebühren verbunden. Neben Aktienfonds gibt es auch Mischfonds, die unter anderem Aktien, Anleihen und Bargeldreserven enthalten. Interessante Informationen nicht nur für Anfänger gibt es in Finanztipp auf www.finanztip.de/aktien/.

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