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Zahlungsarten im Online-Shop

Vor 3 jahren 0

Welche Gebühren für Nutzung sind zulässig?

Die Auswahl und der Einsatz möglichst vieler Zahlungsarten ist ein wichtiger Faktor für die Sicherung von Kaufabschlüssen. Findet der Verbraucher beim Shopping im Internet eine ihm bekannte und vertraute Zahlmöglichkeit, so sinkt die Hemmschwelle für den Kauf. Tatsächlich zählt dieser Faktor zu den ausschlaggebenden Gründen für einen Kaufabbruch, denn rund 72 Prozent der Käufer brechen ihren Online-Einkauf ab, wenn ihr bevorzugtes Zahlverfahren nicht angeboten wird. Doch die Bereitstellung möglichst vieler Zahlungsmöglichkeiten ist mit Gebühren verbunden.

Welche Gebühren sind zulässig?

Zahlungsanbieter bieten Ihren Service nicht kostenlos an, sondern berechnen entweder Online-Händlern oder den Käufern eine Gebühr für die Nutzung. Rechtlich gesehen spricht nichts gegen eine Erhebung von Gebühren, allerdings garantiert der Gesetzgeber allen kaufwilligen Verbrauchern bei Internetkäufen mindestens eine kostenlose Zahlungsart. Das heißt für den Online-Händler, dass sobald ein Zahlungsmittel mit Gebühren verbunden ist, zusätzlich mindestens eine kostenlose, zumutbare und gängige Zahlungsweise angeboten werden muss.

Welche Zahlungsmittel sind gängig und zumutbar?

Man spricht dann von einem gängigen Zahlungsmittel, wenn es über eine große Verbreitung verfügt und es der Mehrzahl der Online-Käufer zur Verfügung steht. Beispiele hierfür sind PayPal, Lastschrift, Überweisung, Kauf auf Rechnung, Sofortüberweisung und verbreitete Kreditkarten wie VISA oder MasterCard. Bei der Frage, welche Zahlungsart zumutbar ist, wird es schwieriger, weswegen sich schon mehrere Gerichte mit diesem Thema befasst haben. Beispielsweise hat das Landesgericht Frankfurt festgestellt, dass die Zahlungsart „Sofortüberweisung“ zwar gängig, aber nicht zumutbar sei. Gängig sei die Sofortüberweisung daher, weil 54 Prozent der 100 umsatzstärksten Online-Shops diese Zahlungsart anbieten. Unzumutbar sei sie allerdings unter anderem, weil der Kunde mit einem Dritten eine vertragliche Bindung eingehen und diesem vertrauliche Daten, wie etwa die Kontozugangsdaten, mitteilen müsse. Aus diesem und anderen Gründen entstünden Risiken für die Datensicherheit und würden Missbrauchsmöglichkeiten eröffnet. Die Sofortüberweisung darf also nicht als einziges kostenloses Zahlungsmittel angeboten werden.

Gebühren zulässig, aber nur soweit angefallen

Soweit Kosten für einzelne Zahlungsarten berechnet werden, gibt es bei der Höhe gesetzliche Grenzen. Gebühren dürfen daher nur in der Höhe geltend gemacht werden, wie sie dem Shop-Betreiber tatsächlich berechnet wurden. Online-Händler sollten also davon absehen, Pauschalen zu erheben, wenn diese, beispielsweise bei einer geringen Kaufsumme, das tatsächlich angefallene Entgelt überschreiten.

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